Lieber vegan kaufen: „Pflanzlicher Fisch“ überzeugt Experten

Ein Restaurantbesucher sitzt an einem Tisch. Vor ihm steht ein Teller mit Sushi. Es handelt sich um die Art Nigiri. Neben dem Sushi liegen etwas Wasabi und Ingwer auf dem Teller.
Symbolbild © istockphoto/lisatop

Es muss nicht immer der echte Meeresbewohner sein – auch ein „pflanzlicher Fisch“ überzeugt Experten, wenn er bestimmte Bedingungen erfüllt. Wer die vegane Variante probieren will, hat verschiedene Möglichkeiten. Auf Folgendes gilt es zu achten. 

Auch Veganer sehnen sich manchmal nach dem Geschmack von Fisch. Pflanzliche Alternativen stillen den Appetit. Nicht alle Produkte sind jedoch ganz unproblematisch.

Fisch ist gesund ‒ doch einige verzichten lieber 

Wer regelmäßig Fisch genießt, profitiert vom Eiweißgehalt und von wertvollen Omega-3-Fettsäuren. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollten Kabeljau, Lachs und Co. etwa ein- bis zweimal pro Woche auf dem Teller landen. Die Nährstoffe tragen unter anderem zur Herz- und Hirngesundheit bei und stärken das Abwehrsystem. Auch bei den Kleinsten steht Fisch auf dem Speiseplan, wobei viele Fischstäbchen bevorzugen. Die verarbeitete Panade steht jedoch in der Kritik, weshalb es auf eine gute Balance bei der gesamten Ernährung ankommt. Und wer nach etwas Abwechslung sucht, probiert zum Beispiel „pflanzlichen Fisch“.

„Pflanzlicher Fisch“ überzeugt Fachleute

Die Experten von Öko-Test und Stiftung Warentest sind sich einig: Auch einige vegane Fischstäbchen-Alternativen überzeugen geschmacklich und qualitativ, weil die Keim- und Schadstoffbelastung niedrig ausfällt oder kaum nachweisbar ist. Dennoch sind bestimmte vegane Produkte ‒ genau wie fisch- und fleischhaltige Lebensmittel, die stark verarbeitet werden ‒ mit Vorsicht zu genießen. Mit „gut“ wurde unter anderem die pflanzliche Fischstäbchen-Alternative von Iglo Green Cuisine ausgezeichnet. Gleiches gilt für die Konkurrenz, die von Kaufland mit der Eigenmarke K-Take-It-Veggie kommt und „Vegane Knusperstäbchen“ heißt.

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Viele der rein pflanzlichen Stäbchen der Hersteller werden auf Basis von Erbsen-, Soja- und Weizenprotein hergestellt. Bedenklich sind Produkte, bei denen Keime wie Enterobakterien oder Fettschadstoffe nachgewiesen werden. Letztere könnten potenziell krebserregend sein. Auch Rückstände von Mineralöl sind schädlich. Ob als Alternative zu Fisch oder Fleisch: Wer vegane Lebensmittel kaufen will, achtet auf eine möglichst kurze Zutatenliste. Je kürzer sie ist, desto natürlicher sind die Produkte in der Regel. Außerdem sind hohe Preise nicht automatisch mit hoher Qualität gleichzusetzen, denn auch günstige Eigenmarken schneiden in Tests regelmäßig gut ab.

(Quellen: Verbraucherschutz, dpa)