Luxusgut geworden: Supermarktkette nimmt Getränk aus Regalen

In einem Supermarkt stehen zwei Kundinnen vor einem Regal mit verschiedenen Kaffeeprodukten. Sie vergleichen zwei Produkte miteinander. Im Vordergrund ein Einkaufswagen. Im Hintergrund eine Auswahl an Frühstücksflocken.
Symbolbild © imago/Martin Wagner

Nicht nur bei dieser Supermarktkette ist es zum Luxusgut geworden: Weil die Preise in die Höhe schießen, ergreifen Händler Maßnahmen für ein beliebtes Getränk. Zahlen belegen die traurige Entwicklung.

Sie sehen offenbar keinen anderen Weg. Immer mehr Lebensmittelhändler greifen durch. Auch dieser Supermarkt musste nun ein Getränk aus den Regalen nehmen.

Weggesperrt: Händler nehmen Getränke aus Regalen 

Es ist beliebt, schmackhaft und für viele ein Muss. Dieses Getränk ist mittlerweile jedoch so teuer und begehrt, dass Diebe kaum noch die Finger davon lassen können. Nicht nur in Deutschland ist der Konsum mit über 160 Litern pro Jahr hoch. Der weltweite Verbrauch steigt seit Jahren an. Nun greifen Händler immer häufiger durch und sperren vor allem Markenprodukte kurzerhand weg, was nicht bei allen Kunden gut ankommt.

Wer die Produkte kaufen will, muss sich extra ans Personal wenden. Fast 380.000 Fälle von Ladendiebstahl gab es laut Handelsverband Deutschland (HDE) im Jahr 2024. Es ist ein alarmierender Rekord: Der Gesamtverlust beläuft sich auf beinahe drei Milliarden Euro. Bisherigen Händlerberichten zufolge dürfte die Bilanz für 2025 ebenfalls ernüchternd ausfallen.

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Zum Luxusgut geworden: Supermarktkette greift bei diesem Getränk durch

In den sozialen Netzwerken teilen Verbraucher ihre aktuellen Erfahrungen. Ein Reddit-Nutzer macht etwa auf einen Aushang in einem Rewe-Markt aufmerksam: Wer bestimmte Marken des beliebten Getränks kaufen will, bekommt die Produkte nur noch an der Kasse. Der sarkastisch wirkende Satz des Händlers, dass der Hinweis für Kunden sei, „die bezahlen möchten“, lässt keine Zweifel am Ernst der Lage offen. Immer mehr Langfinger greifen aufgrund der mittlerweile deutlich höheren Preise für Kaffee zu.

Der Einfuhrpreis für ungerösteten Rohkaffee war im Frühjahr 2024 im Vorjahresvergleich mehr als doppelt so hoch. Derzeit gehen Experten von weiteren Teuerungen im Jahr 2026 aus. Der wesentliche Grund für die Entwicklung sind schlechte Kaffeeernten. Dabei handelt es sich um eine Folge des Klimawandels. Gleiches gilt beispielsweise für Kakao oder auch Orangen. Verbrauchern bleibt weiterhin nur, Kaffeepreise miteinander zu vergleichen und bei besonderen Angeboten ‒ diese sind manchmal pro Kunde limitiert ‒ zuzulangen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)