Mehr Schließungen: Restaurant-Krise spitzt sich in Deutschland zu

Ein in Arbeitskleidung angezogener Kellner hält in der rechten Hand ein Tablett, auf dem sich zwei Gläser, zwei Tassen sowie ein Zitronensaft und ein weiterer Saft befinden. Im Hintergrund sieht man eine Kellnerin mit einem Tablett voller Getränke. Des Weiteren befinden sich dort Gäste.
Symbolbild © imago/SOPA Images

In Deutschland gibt es immer mehr Schließungen, sodass sich die Krise der Gastronomie-Branche deutlich verschlechtert. Experten erklären die Gründe und wieso sich daran auch erst einmal nichts ändern wird.

Laut Statistik verzeichnet Deutschland immer mehr Schließungen. Davon betroffen sind nicht nur Bäckereien, Fleischereien und Warenhäuser, sondern auch die Gastronomie. Derzeit spricht jedoch nichts dafür, dass sich dies so bald ändern wird.

Immer mehr Geschäfte schließen: Insolvenzwelle nimmt weiterhin Fahrt auf

Auch für das vergangene Jahr zeichnet sich der Trend in eine erschreckende Richtung ab. Die Anzahl der Insolvenzen hat im Vergleich zum Vorjahr wieder zugenommen. Diese Richtung setzt sich seit Jahren fort und noch scheint sich nichts an dieser angespannten Wirtschaftslage zu ändern. Experten sehen auch keine Gründe für eine Trendumkehr. Denn seit Jahren tue sich hierzulande nichts. Seit der Corona-Pandemie ist diese Entwicklung erkennbar, was jedoch nicht dazu geführt hat, maßgebliche Änderungen anzustoßen, so die Fachleute weiter. Und es soll sogar noch schlimmer kommen.

Mehr Schließungen in Deutschland: Experten erklären, wo konkret das Problem liegt

Der Grund für die zunehmenden Schließungen in Deutschland liegt – wie die Gründe in den Insolvenzmeldungen zeigen – auf der einen Seite an der stagnierenden Kundennachfrage. Allerdings fehlt somit das Geld, um höhere Energie-, Personal- und Warenkosten tragen zu können. Klar scheint: Die Menschen haben immer weniger Geld und sparen dies lieber für kommende Notfälle auf. Doch was steckt dahinter?

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Experten erklären, dass nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Industrieländern, die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft. So besitzen wenige Menschen das meiste Geld. In Deutschland beispielsweise besitzt ein Prozent der reichsten Haushalte ca. 35 Prozent des kompletten Nettovermögens. Fast 99 Prozent des Vermögens hält die obere Hälfte der Bevölkerung. Der Rest der Deutschen besitzt gerade einmal ein gutes Prozent. Während das obere Zehntel der Bevölkerung über den Großteil der Finanzmittel verfügt, muss die breite Mehrheit jeden Cent zweimal umdrehen und spart folglich auch beim Essen gehen. Reiche Menschen gehen aber nur einmal am Tag warm essen. Damit fehlen den Restaurants viele Kunden.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Oxfam, Deutsche Bundesbank, Creditreform, YouGov/dpa)