Mehrwertsteuer gesenkt – Restaurantgäste zahlen trotzdem mehr

Ein Gast isst Nudeln oder Pasta Napoli in einem italienischen Restaurant. Es handelt sich hierbei um eine Hauptspeise, die zugleich auch vegan und vegetarisch ist.
Symbolbild © istockphoto/FilippoBacci

Die anhaltende Dynamik in der Gastronomiebranche zwingt beide Seiten zu einem spürbaren Umdenken. Während die Betreiber mit massiven wirtschaftlichen Herausforderungen kämpfen, passen die Verbraucher ihr Konsumverhalten im Alltag bereits deutlich an.

Restaurantbesuche werden immer teurer

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband berichtet von einer weiterhin schwierigen Lage für die Branche. Ein Essen im Restaurant kann inzwischen deutlich mehr kosten als noch vor einigen Jahren. Besonders bei Hauptgerichten, Getränken und weiteren Bestandteilen einer Mahlzeit summieren sich die höheren Preise. Nach Angaben des DEHOGA stiegen die Preise für Gaststättendienstleistungen zwischen Anfang 2022 und November 2024 um 23 Prozent. Hauptspeisen verteuerten sich im gleichen Zeitraum um 24 Prozent. Damit legten die Preise für Essen außer Haus stärker zu als die allgemeine Verbraucherpreisentwicklung.

Restaurantgäste zahlen mehr: Steigende Kosten treiben die Preise in die Höhe

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Für die Preissteigerungen gibt es mehrere Gründe. Restaurants müssen unter anderem mehr für Lebensmittel, Energie und Personal ausgeben. Auch die Arbeitskosten sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Dadurch haben sich die laufenden Ausgaben vieler Betriebe erhöht. Restaurants können diese Belastungen nicht immer vollständig selbst tragen und müssen deshalb ihre Preise anpassen. Hinzu kam Anfang 2024 die Rückkehr zum regulären Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf Speisen. Die Gastronomie verwies deshalb auf die gestiegenen Kosten, als sie höhere Preise begründete.

Für die Gäste hat sich die Rechnung trotz der inzwischen niedrigeren Mehrwertsteuer bislang kaum verändert. Eine Untersuchung im Auftrag der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten wertete mehr als 180.000 Gerichte aus. Bei rund neun von zehn Gerichten blieb der Preis demnach unverändert, zudem wurden etwa acht Prozent sogar teurer. Im Durchschnitt stiegen die Preise laut Angaben um 0,5 Prozent. Die Gewerkschaft sieht deshalb kaum einen Vorteil für Verbraucher.

(Quellen: NGG, wmp consult, dpa, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)