Metastudie deckt Risiken veganer Ernährung für Kinder auf

Ein Kind mit Brille sitzt am Tisch und hat einen Teller mit Gemüse vor sich. Das Kind isst gerade ein Stück Brokkoli. Neben dem Teller mit dem Essen steht ein Glas Saft.
Symbolbild © istockphoto/pinstock

Wenn bei Erwachsenen Pflanzliches auf den Teller kommt, soll der Nachwuchs oft mitziehen. Die Risiken einer veganen Ernährung für Kinder sind jedoch nicht zu unterschätzen. Das bestätigt eine umfassende Metastudie. 

Ob Brokkoli, Möhren oder Tomaten ‒ für Kinder ist das bunte Gemüse wichtig. Werden Fleisch, Eier und Milch ganz gestrichen, um der veganen Ernährung den Vorzug zu geben, kann das jedoch Nachteile haben.

Studie zeigt Risiken veganer Ernährung

Immer mehr Erwachsene bevorzugen eine rein pflanzliche Kost. Während diese ihre Entscheidung bewusst und unabhängig treffen können, sind Babys und Kinder auf die Entscheidung ihrer Eltern angewiesen. Ob auch der Nachwuchs auf Fleisch und tierische Produkte verzichten sollte, ist umstritten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) sagt zum Beispiel, dass die vegane Ernährungsweise Vorteile für Erwachsene haben kann, sofern sie ausgewogen ist. Bei der Frage, ob Kinder vegan ernährt werden sollten, halten sich die Experten jedoch zurück. Für eine Empfehlung sei die Datenlage nicht ausreichend.

Hirn- und Organgesundheit können auf dem Spiel stehen

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) positioniert sich hingegen klar und rät davon ab, den Nachwuchs in kritischen Wachstumsphasen ausschließlich vegan zu ernähren. Ein mögliches Risiko ist ein Eiweißmangel, der die Entwicklung des Gehirns beeinträchtigen kann. Zudem ist Protein wichtig für die Organe. Ein Mangel begünstigt demnach verschiedene gesundheitliche Probleme. Nun hat eine Metastudie die Vor- und Nachteile genauer beleuchtet. Die Daten wurden von Forschern aus Australien, Italien und den USA ausgewertet. Insgesamt fallen die Unterschiede zu Kindern, die alles essen, gering aus ‒ aber sie sind vorhanden.

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Zum Beispiel haben Vegetarier und Veganer laut Studienergebnis eine schlankere und kleinere Statur. Ihre Herzgesundheit fällt tendenziell besser aus als bei Allesessern, dafür mangelt es jedoch oft an bestimmten Nährstoffen. Hierzu gehören insbesondere Vitamin B12 sowie Jod, Kalzium und auch Zink. Schlussendlich kommt es auf einen ausgewogenen Ernährungsplan an, um die Vorteile einer rein pflanzlichen Kost nutzen zu können. Eltern sollten sowohl eine medizinische Abklärung als auch eine Ernährungsberatung durchführen, um gesundheitliche Risiken auszuschließen.

(Quellen: Deutsche Gesellschaft für Ernährung, dpa)