Millionen Bürger sind verunsichert: Airfryer-Verbot in Deutschland

Auf einer hölzernen Arbeitsfläche steht eine schwarze Heißluftfritteuse. Im geöffneten Einsatz liegen mehrere gegrillte Würstchen auf einem silbernen Metallgitter nebeneinander. Sie sehen knusprig gebräunt aus.
Symbolbild © imago/Zoonar

In Deutschland ist ein „Airfryer-Verbot“ für viele Haushalte heute kaum denkbar. Das praktische Gerät steht in zahlreichen Küchen. Doch nun sorgt ein spezieller Umstand für Aufsehen: Es drohen Einschränkungen bei den beliebten Heißluftfritteusen.

Diese elektrischen Küchenhelfer dürfen in fast keinem Haushalt fehlen. Jetzt steht der Airfryer jedoch plötzlich auf dem Prüfstand und könnte sogar aus dem Handel verbannt werden.

Airfryer: Praktisch, beliebt ‒ und derzeit in der Kritik

Ob für die Zubereitung von Fleisch, Gemüse oder Snacks ‒ bei vielen kommen sie mehrmals in der Woche zum Einsatz: In deutschen Haushalten werden Airfryer immer beliebter. Laut YouGov stehen die praktischen Heißluftfritteusen hierzulande bereits in 47 Prozent der Küchen. Auch der Markt für dazugehörige Produkte wächst rasant. Im Vergleich zu Backöfen haben sie einige Vorteile. So heizt der vergleichsweise überschaubare Innenraum der Geräte schneller auf und spart außerdem Energie.

Warum sich heute viele für einen Airfryer entscheiden, ist allerdings der „Gesundheitsbonus“: Pommes und Co. lassen sich mit wesentlich weniger Fett zubereiten, was einige Kalorien spart. Ein im Trendprodukt enthaltenes Material rückt nun jedoch zunehmend in den Fokus der Politik, weshalb die Frage aufkommt, ob es bald sogar zu einem Airfryer-Verbot kommen könnte.

Lesen Sie auch
Neuer Mega-Freizeitpark nur für Hunde kommt in Deutschland

Diskussionen rund um ein Airfryer-Verbot in Deutschland ‒ der Grund

Viele Modelle nutzen sogenannte PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen), um das Anhaften von Speisen zu verhindern. Diese chemischen Verbindungen sind zwar extrem hitzebeständig und wasserabweisend, haben aber einen entscheidenden Haken: Die „Ewigkeitschemikalien“ sind in der Natur kaum abbaubar und reichern sich über die Nahrungskette im menschlichen Körper an. Nicht nur Heißluftfritteusen sind betroffen. PFAS kommen unter anderem in Kosmetik sowie in beschichteten Pfannen und Töpfen vor. Auch in Reinigungsmitteln und spezieller Funktionskleidung sind sie enthalten.

Wissenschaftliche Untersuchungen legen nahe, dass diese Substanzen die Entstehung von Tumoren begünstigen, die Fortpflanzungsfähigkeit mindern und die körpereigene Abwehr destabilisieren können. Deshalb wird ein strikteres Verbot für jegliche PFAS auf EU-Ebene diskutiert. Bereits ab Oktober 2026 gelten für bestimmte PFAS Einschränkungen. Einige Hersteller bieten Airfryer mit Keramikbeschichtung als schadstofffreie Alternative an ‒ und weitere könnten folgen.

(Quellen: Europäische Union, EU-Ökodesignrichtlinie, Verbraucherzentrale, Bundesumweltministerium)