
Im Mai kehrt in der Natur spürbar mehr Leben zurück. Zahlreiche Insekten verlassen ihre Winterruhe und prägen Wiesen, Wälder und Gärten. Das hat Folgen für Mensch und Umwelt. In einem Bundesland droht die Maikäfer-Welle.
Im Mai steigt die Aktivität vieler Insekten deutlich an. Wärme und längere Tage sorgen dafür, dass Käfer, Bienen, Fliegen und andere Arten wieder häufiger fliegen und Nahrung suchen. Pflanzen profitieren von der verstärkten Bestäubung, denn viele Insekten tragen Pollen von Blüte zu Blüte.
Käferzeit rückt wieder näher
Maikäfer gehören zu den bekanntesten heimischen Insekten. Sie erscheinen meist im späten Frühling und leben nur wenige Wochen als ausgewachsene Tiere. In dieser Zeit fliegen sie in der Dämmerung, suchen Partner und fressen Blätter von Bäumen wie Eichen oder Buchen. Die Entwicklung beginnt tief im Boden, wo die Larven mehrere Jahre als Engerlinge leben und Wurzeln von Pflanzen nutzen. Erst nach dieser langen Phase schlüpfen die erwachsenen Käfer. Ihr Auftreten schwankt stark von Jahr zu Jahr, da Witterung und Lebensraumbedingungen ihre Entwicklung beeinflussen. Viele Menschen nehmen sie besonders in warmen Nächten wahr.
Maikäfer-Welle droht im Bundesland
In den warmen Monaten schützt sich der Mensch am besten mit einfachen Maßnahmen vor Insektenstichen. Leichte, aber geschlossene Kleidung reduziert den direkten Kontakt zur Haut. Insektenschutzmittel helfen zusätzlich, besonders bei Aufenthalten im Freien am Abend oder in der Nähe von Gewässern. Offene Lebensmittel sollten draußen abgedeckt bleiben, um keine Tiere anzulocken. Fenster und Türen lassen sich mit Gittern sichern, damit Insekten Wohnräume nicht erreichen. Auch das Verhalten spielt eine Rolle: Ruhiges Sitzen statt hektischer Bewegungen senkt die Wahrscheinlichkeit von Stichen.
In Deutschland rechnen Fachleute für 2026 insgesamt nicht mit großen Maikäferbeständen. Nur im Süden von Hessen erwarten sie ein deutlich stärkeres Auftreten. Dort kann es zu einem ausgeprägten Massenflug kommen, der sich nach Einschätzung von Naturschutzexperten auch leicht in Richtung Norden von Baden-Württemberg ausdehnen kann. In anderen Regionen Deutschlands bleiben die Zahlen voraussichtlich niedrig, auch wenn einzelne Tiere dort ebenfalls auftauchen werden.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, NABU)














