Mit über 10.000 Produkten – Beliebte Süßigkeiten-Kette insolvent

Auf dem Bild ist ein Gang in der Süßigkeitenabteilung eines Supermarkts zu sehen, der als Durchgang zwischen den Regalen auf beiden Seiten verläuft. Die Regale sind mit einer großen Auswahl an Süßwaren gefüllt.
Symbolbild © imago/Russian Look

Steigende Kosten, verändertes Kaufverhalten und leerer werdende Innenstädte setzen viele Geschäfte zunehmend unter Druck und führen zu Schließungen und Insolvenzen. Nun ist auch eine beliebte Süßigkeiten-Kette betroffen.

Viele Geschäfte kämpfen seit Anfang 2025 verstärkt mit wirtschaftlichen Belastungen. Vor allem gestiegene Energie-, Miet- und Personalkosten führen dazu, dass die laufenden Ausgaben deutlich steigen. Gleichzeitig können viele Händler diese Mehrkosten nur schwer an die Kundschaft weitergeben.

Innenstädte verlieren Besucher und kämpfen mit wachsendem Leerstand

Seit mehreren Jahren ist zu beobachten, dass Innenstädte sich verändern. Viele Einkaufsstraßen wirken weniger belebt als früher, weil das Kaufverhalten der Menschen zurückgegangen ist. Onlinehandel, veränderte Arbeitsmodelle und höhere Preise tragen dazu bei, dass weniger Kunden regelmäßig in die Stadtzentren kommen. Gleichzeitig schließen immer mehr traditionelle Geschäfte, wodurch Leerstände entstehen, die das Gesamtbild weiter beeinflussen. Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei Geschäften, die nicht unmittelbar für den Alltag notwendig sind.

Steigende Kosten verändern Kaufverhalten: Beliebte Süßigkeiten-Kette insolvent

Dazu zählen etwa Anbieter aus dem Mode-, Freizeit- oder Süßwarenbereich. Da viele Haushalte aufgrund gestiegener Lebenshaltungskosten stärker auf ihr Budget achten, werden Ausgaben für solche Produkte häufiger reduziert oder ganz gestrichen. Käufer entscheiden bewusster, wofür sie ihr Geld ausgeben und priorisieren grundlegende Bedürfnisse. Für die betroffenen Unternehmen bedeutet das sinkende Umsätze und eine geringere Planbarkeit. In der Folge geraten vor allem solche Geschäftsmodelle unter Druck, die stark von spontanen Käufen abhängig sind.

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Ein Beispiel für die aktuelle Entwicklung ist die House of Sweets Hannover GmbH, die mit einem großen Sortiment internationaler Süßwaren zeitweise stark expandierte. Am 2. April wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet. In der Folge bestellte das Amtsgericht Hannover einen vorläufigen Insolvenzverwalter, der die wirtschaftliche Lage prüft und das weitere Vorgehen begleitet. Bereits zuvor veränderte sich das Filialnetz deutlich: Das Unternehmen schloss mehrere Standorte. Betroffen waren Städte wie Braunschweig, Dortmund und Kassel. Einige Standorte bleiben allerdings weiterhin geöffnet.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Hannoversche Allgemeine Zeitung)