
Eine bekannte Supermarkt-Kette mit über 70 Filialen steckt in einer Existenzkrise. Treue Kunden müssen jetzt stark sein: Schon jetzt gibt es zum Ärgernis vieler Verbraucher eine spezielle Einschränkung. So geht es weiter.
Damit haben treue Kunden wohl nicht gerechnet: Der Lebensmittelhändler ihres Vertrauens ist in die Insolvenz geraten. Wie es um die Zukunft der Kette steht.
Insolvent: Händler mit über 70 Filialen kämpft mit Problemen
Hohe Verluste und anhaltende finanzielle Schwierigkeiten treiben zahlreiche Unternehmen ins Abseits. Nun hat es auch einen bekannten Einzelhändler erwischt. Er ist insolvent. Dabei handelt es sich um einen der deutschlandweit größten selbstständigen Händler der Branche. Je nach Prognose soll die Zahl der branchenübergreifenden Firmeninsolvenzen im Jahr 2026 etwa zwischen 24.500 und 30.000 liegen. Damit könnte ein neuer Rekordwert erreicht werden. Als Gründe nennen Experten ein schwaches Wachstum und weiterhin hohe finanzielle Belastungen durch hohe Betriebskosten für Unternehmen in Deutschland.
Was Kunden der Kette jetzt wissen müssen
Der Lebensmittelhändler Feneberg hat es mit wirtschaftlichen und strukturellen Problemen zu tun. Zahlungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitarbeitern in Form von Pensionen belasten die Kasse ebenfalls. Deshalb plant das Unternehmen nun eine Neuaufstellung im Rahmen eines Schutzschirmverfahrens. Zwar läuft der Betrieb vorerst weiter, aber es ist unklar, ob und wo es im Zuge der Sanierung künftig zu Filialschließungen kommen könnte. Insgesamt sind 3.000 Beschäftigte betroffen, die jetzt wohl um die Zukunft ihrer beruflichen Sicherheit besorgt sein dürften.
Der Edeka-Partner führt über 70 Geschäfte im Süden, darunter in Oberbayern und im Allgäu. Auch die Region am Bodensee sowie Schwaben sind betroffen. Besitzer eines gültigen Gutscheins müssen stark sein, denn eine wichtige Änderung gibt es bereits: Das Familienunternehmen Feneberg nimmt keine Gutscheine mehr an. Ob das Guthaben somit endgültig verloren ist oder ob es zu einem späteren Zeitpunkt wieder eingelöst werden könnte, geht aus der Meldung des Unternehmens nicht eindeutig hervor. Auch die Antwort auf die Frage, ob die Allgäuer Kette die hohen Verluste und Herausforderungen mithilfe einer neuen Strategie bewältigen kann, bleibt abzuwarten.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Feneberg, Südwest Presse, Verbraucherzentrale, dpa)














