
Netzanbieter raten dazu, sich frühzeitig zu kümmern: Ein Mobilfunknetz verschwindet – und Millionen Handys und Geräte verlieren wichtige Funktionen. Wer das ignoriert, muss mit drastischen Ausfällen rechnen.
Millionen Handys und wichtige Geräte verlieren ihre Funktionen, denn bald verschwindet ein Mobilfunknetz und legt damit Millionen Geräte lahm. Der Netzanbieter rät dazu, sich bereits jetzt darum zu kümmern, damit man im Notfall keine böse Überraschung erlebt.
Wichtig in den Anfängen, jetzt überflüssig: Millionen Bürger müssen sich umstellen
Wohl die wenigsten erinnern sich heutzutage noch an die Anfänge der Handys in unserem Leben. In der heutigen Zeit sind Smartphones und ihre Anwendungen so präsent im Alltag der Menschen, dass man sich diesen kaum noch ohne vorstellen kann. Und auch die Technik dahinter hat in den letzten Jahrzehnten einen großen Fortschritt gemacht. Die Anfänge des 2G-Netzes liegen in den späten 1980er-Jahren, als man das Netz startete, es jedoch noch standardisieren musste. Als dies 1992 geschah, konnte man in Europa und Deutschland über dieses Netz SMS und nur kleine Datenmengen verschicken. Nach und nach bauten die Netzanbieter dann das Netz aus. Heute sind die Netze 4G und 5G Standard.
Mobillfunknetz verschwindet: Millionen Geräte betroffen
Nachdem einige Netzbetreiber das 2G-Netz abgeschafft haben, folgt Mitte 2028 auch der große Anbieter O2. Da das 2G-Netz Kapazitäten bündelt, will man diese wieder freigeben, weshalb das alte Netz verschwinden soll. Zwei Jahre mögen sich noch nach einer langen Zeit für eine Umstellung anhören, doch so einfach ist das nicht. Nicht nur alte Handys, die man in den Schubladen liegen hat, funktionieren nur mit 2G. Auch andere, sogar lebenswichtig Geräte, verlieren ihre Funktion. Dies betrifft beispielsweise alte Alarmanlagen und Notrufsysteme in Fahrstühlen. Hausruf-Notsysteme sowie Auto-Notrufe (sogenannte eCalls) laufen immer noch über das 2G-Netz. Dies gilt auch für einfache Tasten- und die sogenannten Senioren-Handys.
Deshalb rät O2 den Kunden dazu, sich rechtzeitig um ihre Systeme zu kümmern. Ist der Abschalttermin gekommen, können Ausfälle lebensbedrohlich sein. Damit man beispielsweise die Telefone noch nutzen kann, sollte man in seinen Geräteeinstellungen nachsehen, ob das sogenannte VoLTE aktiviert ist. Das „Voice over LTE“ sorgt dann für einen einfachen Wechsel in die moderneren Netze. Wenn ein Gerät nicht über eine solche Funktion verfügt, muss man auf ein moderneres Gerät aufrüsten.
(Quellen: O2 Telefónica, Bundesnetzagentur, Verbraucherzentrale, Bundesamt für Strahlenschutz, dpa)














