Mode-Gigant ist pleite: Kunden bekommen ihr Geld nicht wieder

Die Front eines geschlossenen Ladens
Symbolbild © istockphoto/steved_np3

Die Insolvenzen nehmen kein Ende. Jetzt ist ein weiterer Mode-Gigant pleite.

Die Insolvenzen in der Modebranche häufen sich. Nachdem zuletzt sogar Peek & Cloppenburg Insolvenz angemeldet hat, ist jetzt der nächste Mode-Gigant pleite. Vermutlich bekommen die Kunden nicht mal ihr Geld zurück.

Inflationswelle

Deutsche Unternehmen kämpfen seit Monaten mit der wirtschaftlichen Situation. Zu den Folgen der Coronakrise kommen die Auswirkungen des Ukraine-Krieges hinzu. Die Menschen in Deutschland können sich aufgrund der steigenden Inflation nicht mehr so viel leisten wie vorher und so sparen sie an Luxusartikeln.

Das erklärt auch, warum besonders die Modebranche es aktuell schwer hat. Zuletzt haben bekannte Unternehmen wie Reno, Peek & Cloppenburg sowie auch Görtz Insolvenz angemeldet. Auch das Unternehmen Hallhuber schließt sich jetzt an und hat seine Zahlungsunfähigkeit öffentlich gemacht. Doch damit nicht genug, denn auch die Berliner Möbelmanufaktur Holzconnection ist pleite.

Kunden warten auf ihr Geld

Die Situation macht Fans der Unternehmen nicht nur traurig, sie verärgert auch viele Verbraucher. Medienberichten zufolge warten etwa 1.300 Kunden des Unternehmens Holzconnection derzeit noch auf bestellte Produkte. Das Problem an der Sache ist, dass sie diese im Voraus bezahlt haben. Dabei geht es nicht nur um Kleinbeträge, sondern um bis zu fünfstellige Summen.

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Experten gehen davon aus, dass die Kunden weder die Produkte noch ihr Geld zurückerhalten werden. Es bestehe wohl noch Hoffnung, dass Betroffene zumindest einen Teil des Geldes erstattet bekommen. Das Insolvenzverfahren kann sich jedoch durchaus über mehrere Monate hinziehen. Den Kunden bleibt dabei nichts anderes übrig als zu warten.

Kein Einzelfall

Auch die Kunden von Hallhuber trifft es hart. Der Mode-Gigant ist pleite und kann Kundenrechnungen scheinbar nicht mehr bezahlen. Mehrere Verbraucher berichten davon, kein Geld für zurückgeschickte Produkte erhalten zu haben. Das Modeunternehmen selbst bezog kürzlich Stellung und erklärte, dass aktuell keine Kaufpreiserstattung möglich sei. Grund dafür sei das laufende Eigenverwaltungsverfahren.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt. Wer keinen kompletten Verlust riskieren möchte, sollte bestellte Produkte aktuell jedoch vermutlich eher nicht zurücksenden. Immerhin ist unklar, ob das Geld je zurückerstattet wird. Generell verliert die Option, beim Shopping in Vorkasse zu gehen, angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Krise an Attraktivität. Wer auf Nummer sicher gehen will, bezahlt seine Waren lieber auf einem anderen Weg.