Möbelkette meldet Insolvenz an: 23 Filialen werden schließen

In einem großen Möbelhaus stehen auf einer riesigen Verkaufsfläche viele Sofas in beigen bis braunen Farbtönen, diversen Polsterungen und verschiedenen Ausführungen. Alles wirkt eintönig und trostlos. Ein deutsches Möbelunternehmen ist nun insolvent.
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Schon wieder muss ein Unternehmen dichtmachen. Jetzt meldet eine Möbelkette Insolvenz an und muss 23 Filialen schließen.

Die Nachrichten über Geschäfte, die pleitegehen, häufen sich in den vergangenen Monaten. Schuld daran hat zum einen die Coronapandemie, aber auch die steigenden Preise durch die anhaltende Inflation spielen eine entscheidende Rolle. Nun meldet eine Möbelkette Insolvenz an und muss 23 Filialen dichtmachen.

Mitarbeiter sind bereits gekündigt

Die Rede ist von der österreichischen Möbelkette Kika/Leiner. Der Eigentümer der Kette will laut eigener Aussage nächste Woche Insolvenz anmelden und 1.900 von 3.900 Mitarbeitern kündigen. Noch zum Ende des Monats Juli sollen außerdem insgesamt 23 der 40 bestehenden Möbelhäuser schließen.

Dabei hatte die Möbelkette erst vor einer Woche einen neuen Eigentümer bekommen: den Investor Hermann Wieser. Dieser übernahm das Möbelunternehmen von der Signa-Gruppe, welche dem Investor René Benko gehört. Bei der Übernahme von Kika/Leiner sprach Benko bereits von einem Markt, der derzeit in der Krise stecke. Dennoch sei Kika/Leiner ein gutes Investment gewesen. Zu Signa gehört derzeit unter anderem auch Galeria Karstadt Kaufhof, welche als Unternehmen ebenfalls immer wieder von Kündigungen und Schließungen betroffen ist. Dass diese Möbelkette Kika/Leiner nun insolvent sein soll, schockiert dennoch viele. Ganz besonders die Mitarbeiter dürften über die Nachricht mehr als betrübt sein. Immerhin soll knapp 1.900 von ihnen gekündigt werden und müssen sich bald eine neue Anstellung suchen.

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Branche geht es schlecht

In den vergangenen Monaten hat das Immobilienimperium von René Benko allerdings ohnehin nur für wenig gute Neuigkeiten gesorgt. Da die Baukosten durch die Inflation derzeit exponentiell immer weiter steigen, sucht die Sigma-Gruppe offenbar für verschiedenste Objekte immer wieder Käufer. So meldet nicht nur die Möbelkette Insolvenz an, sondern um die gesamte Branche der Immobilieninvestitionen steht es derzeit nicht gut.

Der jetzige Investor Hermann Wieser will nun, nachdem er die wirtschaftlichen Bedingungen der Möbelkette überprüft hat, das gesamte Unternehmen neu strukturieren. In den Medien teilte er mit, dass er eine Sanierung der Möbelkette anstrebe. Diese soll kommende Woche angemeldet werden.