Nach 60 Jahren: Noch eine Traditionsfirma meldet Insolvenz an

Große Lagerhalle eines Unternehmens.
Symbolbild © istockphoto/gorodenkoff

Jetzt ist es amtlich. Nach 60 Jahren soll Schluss sein. Eine Traditionsfirma meldet Insolvenz an und das könnte Auswirkungen auf viele Supermärkte und Drogerien haben.

60 Jahre lang existierte das Unternehmen erfolgreich am Markt. Wie Medien berichten, hat es nun jedoch eine Krise zu bewältigen. Diese Traditionsfirma meldet Insolvenz an.

Tragische Wendung

Vielen Verbrauchern dürften die Marken dieser Produktionsfirma ein Begriff sein. Die Meldung trifft viele Menschen wie ein Schlag: Die Traditionsfirma meldet Insolvenz an, und das nach 60 Jahren Firmengeschichte. Getroffen hat es die Rudolf Dankwardt GmbH, einen Kosmetikhersteller aus Norderstedt.

Das Unternehmen stellt verschiedene Artikel und Produkte für namhafte Marken her. Zum Portfolio zählen unter anderem Shampoos, Peelings, Mundwasser, Körper- und Gesichtspflegeartikel sowie Sonnenschutzmittel und Duschgele. Laut Berichten sollen Zahlungsschwierigkeiten bereits Ende April diesen Jahres zur Insolvenz geführt haben.

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Renommierte Marken betroffen

Die Traditionsfirma meldet Insolvenz an und das betrifft in Folge einige Marken. So stellt die Rudolf Dankwardt GmbH unter anderem für Unternehmen wie Sebapharma die Marke Sebamed her. Viele Verbraucher befürchten jetzt, dass sie die Produkte bald nicht mehr in den Drogerien oder im sonstigen Handel finden könnten.

Zu Beginn des Jahres erwarb die Sebapharma GmbH & Co. KG Teile des Fertigungsstandorts der Rudolf Dankwardt GmbH in Norderstedt. Seit vielen Jahrzehnten können Kunden die Produkte von Sebapharma in Apotheken, Drogerien, in Supermärkten und in Parfümerien erwerben. Die Insolvenz betrifft demnach nicht den Sebapharma Konzern – dieser soll selbstständig weiter produzieren, wie es in Berichten heißt.

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So soll es weitergehen

Die Rudolf Dankwardt GmbH wird somit weiterhin fertigen und den Geschäftsbetrieb aufrechterhalten wollen.

Das Norderstedter Werk in Schleswig-Holstein ist nicht die einzige Produktionsstätte des Unternehmens. Ein Werk in Jessenitz in Mecklenburg-Vorpommern zählt ebenfalls als Standort zum angeschlagenen Unternehmen. Laut Insolvenzverwalter soll es so weitergehen: „Der Geschäftsbetrieb wird fortgeführt. Das heißt, die Produktion läuft wie gewohnt weiter. Wir haben bereits positive Gespräche mit den Kunden und den Lieferanten des Unternehmens geführt.“