Nach Deckelpflicht: Nächste neue Regel für PET-Flaschen kommt

Der obere Teil einer Plastikflasche mit Apfelsaft. Der grüne Deckel der Flasche ist geöffnet und fest mit dem Getränkebehälter verbunden, damit er gemeinsam mit der Flasche zurückgegeben werden kann.
Symbolbild © imago/Sven Simon

Erst kam die Deckelpflicht, nun folgt eine weitere Regel für PET-Flaschen. Verschärfte Vorgaben der EU zwingen Unternehmen zum Handeln. Daran erkennen Kunden im Supermarkt, dass sich an ihrem Lieblingsgetränk etwas verändert hat. 

Bei den sogenannten „Tethered Caps“ bleibt es nicht. Nach den fest verbundenen Flaschendeckeln müssen sich Verbraucher auf noch eine Neuerung einstellen. Das steckt dahinter.

Neue Regel für PET-Flaschen: EU verschärft Vorgaben

Plastik in unseren Ozeanen, zu denen Einwegverpackungen aus PET gehören, stellt ein zunehmendes Problem dar. Besonders folgenreich ist das Material für Meeresbewohner. Wie die EU informiert, droht bis 2050 ein drastischer Rückgang der Fischbestände. Demnach könnten dann sogar mehr Plastikartikel als Flossenträger im Wasser schwimmen ‒ ein Szenario, das sich sowohl Tierfreunde als auch Umweltschützer kaum vorzustellen vermögen. Deshalb verschärft die EU die Regelungen, damit weniger umweltschädlicher Plastikmüll produziert wird.

Dazu gehört auch, die Recyclingquote zu erhöhen. Eine bedeutende Veränderung für Kunden gab es bereits im Sommer 2024, als der fest verbundene Deckel an Einweg-Plastikflaschen Einzug erhielt. Wie eine Konsumentenbefragung des Nürnberger Instituts für Marktentscheidungen (NIM) ergeben hat, zeigen sich nicht alle Verbraucher begeistert davon. Über 60 Prozent bemängeln die Handhabung der Deckel. Nun steht die nächste Veränderung an, die Unternehmen im neuen Jahr zum Handeln zwingt.

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Aufgepasst: So erkennen Kunden die neuen Flaschen

Ab 2030 soll es ausschließlich recycelbare Verpackungen geben. Deshalb gilt die sogenannte EU-Verpackungsordnung (PPWR) für alle EU-Länder. Sie trat bereits im Februar 2025 in Kraft und wird ab dem 12. August 2026 für Unternehmen in den EU-Staaten verbindlich. Das ist das offizielle Ende der Übergangsfrist. Damit soll sich der Anteil recycelbarer Materialien in PET-Flaschen Schritt für Schritt erhöhen, bis im Jahr 2030 eine Mindestquote von 30 Prozent erreicht wird.

Eine Gesundheitsgefahr geht von den Flaschen laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) übrigens nicht aus. Die einzige „Sorge“ einiger Verbraucher dürfte womöglich das veränderte Aussehen ihrer Lieblingsgetränkeflaschen sein. Je größer der recycelbare Anteil ausfällt, desto trüber wirken die Getränkebehälter üblicherweise. Echte Einschränkungen sind mit der Änderung jedoch nicht zu erwarten, weshalb dem Getränkegenuss künftig nichts im Weg steht.

(Quellen: Eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)