
Ob gekocht, gebraten, frittiert oder in anderer Zubereitungsform – die Deutschen lieben Kartoffeln. Nach dem Schälen landen die Kartoffelreste jedoch meist im Müll. Dabei lassen sich die Schalen noch vielseitig weiterverwenden.
Während sich die einen nicht daran stören, wenn sie Kartoffeln mit Schale bekommen, bevorzugen andere die saubere, goldene Knolle. Allzu oft landet mit den entsorgten Kartoffelresten jedoch bares Geld im Müll.
Kartoffeln: Schälen oder nicht schälen?
Kartoffeln sind ein nahrhaftes und sättigendes Gemüse. Ob als Beilage oder als Star im Mittelpunkt – die Rezeptpalette reicht von herzhaft bis süß und die Deutschen lieben die Knolle einfach. In den vergangenen Jahren haben sich dabei immer Gerichte etabliert, bei denen das Schälen überflüssig scheint. Immerhin spart man sich so viel Arbeit. Doch sollte man darauf achten, dass die Kartoffeln weder grüne Stellen haben, noch Keime austreiben. Und in jedem Fall sollten sie vor der Zubereitung gründlich gewaschen werden. Die Kartoffel gehört zu den Nachtschattengewächsen, die von Natur aus Giftstoffe enthalten. Wer also auf Nummer sicher gehen will, schält seine Kartoffeln vor dem Verzehr – im besten Fall jedoch erst nach dem Kochen. So bleiben alle wichtigen Nährstoffe in der Knolle enthalten.
Kartoffelreste: Tierfutter und Alleskönner im Haushalt
Dabei entstehen immer wieder große Mengen an Kartoffelschalen, die sich nicht nur als Tierfutter eignen. Wer gerade keine Hühner, Schweine oder einen Komposthaufen im Garten hat, wirft die Kartoffelreste meist in die Biotonne. Doch lässt sich der vermeintliche Müll noch hervorragend zum Putzen verwenden. Armaturen in Bad oder Küche oder auch Spiegel lassen sich damit blitzblank polieren. Dazu einfach mit der „sauberen“ Innenseite der Schale über die jeweiligen Flächen reiben. Danach mit einem feuchten (Wasserhähne) oder trockenen (Spiegel) Tuch nachbearbeiten. Die Kartoffelstärke sorgt nicht nur für Streifenfreiheit, sondern schützt auch vor Beschlagen.
Dies lässt sich übrigens auch an Fenstern im Haus und allen ähnlichen Oberflächen im Auto testen. Dabei sollte man jedoch stets darauf achten, dass sich keine Erde oder ähnlich Schmutzpartikel an den Kartoffelresten befinden. Diese können schnell zu unschönen Kratzern führen. Weiterhin enthält die Schale der Kartoffel Glykoalkaloid. Diese natürlich vorkommende, chemische Verbindung bindet Fett und Wasser, was sich auch gut zum Reinigen von Geschirr eignet.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Öko-Test, die-kartoffel.de)














