Nach Edeka: Nächstem Supermarkt droht großer Produkt-Rauswurf

Frau steht vor leerem Regal
Symbolbild © istockphoto/primipil

Nach Edeka droht nun der nächste Supermarkt mit einem großen Produkt-Rauswurf. Der Lebensmittel-Einzelhändler macht aktuell viel Druck beim Produzenten.

Zwei der dominierenden Lebensmittel-Einzelhändler in Deutschland, nämlich Edeka und Rewe, üben nun verstärkten Druck auf die Branche aus. Die Händler fordern von ihren Lieferanten günstigere Preise für ihre Waren. Dabei begründen Rewe und Edeka ihre Forderungen mit dem Sinken der Rohstoffkosten. Wenn die Produzenten nicht auf die Forderungen eingehen, könnte bald beim nächsten Supermarkt ein großer Produkt-Rauswurf folgen.

Supermarkt-Ketten wollen viele Produkte aus dem Sortiment nehmen

In einem nachdrücklichen Schreiben an ihre Zulieferer verdeutlichen die führenden Supermarkt-Riesen, dass sich die Preise für bestimmte Produkte im Vergleich zum Vorjahr teilweise erheblich reduziert haben. Dies betrifft insbesondere Getreide und Pflanzenöle, deren Preise laut dem Schreiben im Vergleich zum Vorjahr zum Teil stark gesunken sind. Angesichts dieser Entwicklung fordern Edeka und Rewe nun von den Lieferanten eine schnelle und entschlossene Reaktion, um die Wettbewerbsfähigkeit der Einzelhändler zu erhalten und das Vertrauen der Verbraucher nicht zu gefährden.

Doch damit nicht genug: Die Supermarkt-Ketten Edeka und Rewe gehen offenbar sogar so weit, den Herstellern eine drastische Maßnahme anzudrohen. Falls die Zulieferer nicht bereit sind, ihre Preise anzupassen, werden die Supermarkt-Ketten ihre Produkte aus dem Sortiment nehmen. Den Herstellern wird dabei laut Medienberichten lediglich eine Woche Zeit eingeräumt, um zu reagieren. Diese eindeutige Warnung sorgt in der gesamten Branche für Aufsehen.

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Supermärkte machen weiter Druck bei den Produzenten

Bereits im Herbst 2022 hatten die Händler ihre Lieferanten dazu aufgefordert, die Preise zu reduzieren. Allerdings ist seitdem kaum etwas geschehen und die Verhandlungen ziehen sich weiterhin in die Länge. Viele Produzenten klagen nach wie vor über hohe Kosten für Rohstoffe und Fertigung. Die Situation ist angespannt und die Branche steht vor einer großen Herausforderung.

Dabei bleibt vorerst unklar, welche Produkte letztendlich von der angekündigten Sortimentsbereinigung betroffen sein könnten. Doch eines steht fest: Die Supermarkt-Ketten haben den Druck erhöht und werden keine Zugeständnisse machen. Die Verbraucher können gespannt sein, wie sich dieser Konflikt auf ihr Einkaufserlebnis auswirken wird. In den kommenden Tagen wird sich zeigen, welche Hersteller in der Lage sind, die geforderten Preissenkungen umzusetzen, und welche Auswirkungen dies auf den Markt haben wird.