Nach einem Jahrzehnt: Kaufland führt wieder Lieferservice ein

Der große Eingang einer Traditionsfiliale von Kaufland. Der Standort erscheint gigantisch. Über den Eingangstüren prangt in roter Schrift der Kaufland-Schriftzug. Links daneben leuchtet das berühmte Logo der Supermarktkette.
Symbolbild © imago/Manfred Segerer

Nach einem knappen Jahrzehnt Pause führt Kaufland nun wieder einen Lieferservice ein. Noch Jahre vor der Corona-Zeit hatte die Supermarktkette diese Dienstleistung eingestellt und keine Alternativen angeboten.

Zur Corona-Zeit erfreuten sich Lieferdienste großer Beliebtheit. Auch das Ende der Pandemie tat dem keinen Abbruch. Kaufland führt nun wieder einen Lieferservice für die Kunden ein.

Seit fast einem Jahrzehnt Geschichte: Kaufland stellt Lieferdienst ein

Noch bevor wir von Corona überhaupt wussten, boten verschiedene Supermärkte bereits einen Lieferservice für ihre Kunden an. Online kann man bestimmte Lebensmittel und Getränke auswählen und sich diese nach Hause liefern lassen. Diese Option ist besonders beliebt bei denjenigen, die nicht mobil sind oder nach der Arbeit keine Lust mehr haben, noch in den Supermarkt zu gehen.

Trotz der positiven Kundenresonanz und dem tadellosen Ablauf stellte Kaufland seinen eigenen Lieferdienst im Dezember 2017 ein. Das Unternehmen begründete den Schritt damit, dass die operativen Kosten für Lagerung, Kommissionierung und Lieferung in dem Pilotgebiet Berlin zu hoch gewesen seien und man deshalb den Service eingestellt habe. Man wolle sich nach dieser Testphase wieder auf das Kerngeschäft konzentrieren, hieß es vor Jahren.

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Kaufland führt wieder Lieferservice ein: Für Kunden eine enorme Erleichterung

Im Herbst diesen Jahres soll es jedoch endlich wieder so weit sein: Kaufland führt dann wieder einen Lieferservice ein und arbeitet dabei mit keinem geringeren Unternehmen als Flaschenpost zusammen. Viele Bürger hierzulande kennen Flaschenpost und haben sich von dem Anbieter schon selbst beliefern lassen. Laut eigener Aussage liefert das Unternehmen jährlich über zehn Millionen Bestellungen und über 200.000 Getränkekisten aus. Rund 40 Prozent der deutschen Haushalte würden sich von Flaschenpost beliefern lassen.

Ab diesem Herbst stellt Kaufland dem Unternehmen auch die Eigenmarken zur Verfügung. Dabei soll es sich um keine Beteiligung der Schwarz-Gruppe – zu der auch Lidl gehört – handeln, sondern die Zusammenarbeit sei lediglich auf die Auslieferung beschränkt, heißt es. Die Kunden können davon gleich in mehrerer Hinsicht profitieren. Zum einen können sie aus dem riesigen Kaufland-Sortiment wählen. Zum anderen bekommen sie ihre Einkäufe durch einen verlässlichen und bekannten Lieferdienst an die Haustür gebracht. Ein genaues Startdatum steht jedoch noch nicht fest.

(Quellen: Lebensmittel Zeitung, Kaufland, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)