
Nach fast 100 Jahren muss nun ein weiteres bekanntes Unternehmen einen schweren Schritt gehen. Eine berühmte und bei den Kunden bislang beliebte Parfümeriekette rutscht in die Krise und muss jetzt Insolvenz anmelden.
Eine berühmte Parfümeriekette rutscht in die Krise. Zunächst hatte damit niemand gerechnet, dass es wohl zunächst bergauf zu gehen schien. Doch nun stellte die Geschäftsführung den Insolvenzantrag.
Die nächste Branche in der Krise: „Schritt war unausweichlich“
Das Sterben der Innenstädte ist vielerorts leider eine bittere Tatsache. Die regionalen Geschäfte profitieren immer weniger von zahlender Kundschaft, denn ihre Preise sind – abgesehen von Billigketten wie Tedi oder Kik – oft höher als die in den Onlineshops. Und auch die Beobachtung, dass die Kunden lieber öfter in Billigware als einmal in Qualität investieren, hilft nur den wenigsten Geschäften, weiterhin in der Krise überleben zu können. Viele Branchenzweige hat es inzwischen erwischt. Während die einen aufgeben müssen, suchen die verbleibenden oder die neu öffnenden Geschäfte nach neuen Konzepten, um die Kundschaft anzulocken. Im Moment liegt die Fokussierung auf das einzigartige Kauferlebnis. Immerhin ist dies etwas, das die billigen Onlineshops nicht bieten können.
Parfümeriekette rutscht in die Krise: So soll es jetzt weitergehen
Zwar hat die Geschäftsführung der Stadt-Parfümerie Pieper den Antrag auf Insolvenz gestellt, allerdings mit dem Zusatz „in Eigenverwaltung“. Dies gesteht das zuständige Amtsgericht nur denjenigen Unternehmen zu, die einen operativ gut funktionierenden Geschäftskern haben und deren Pläne und Maßnahmen zum gewünschten Ergebnis führen, nämlich raus aus der Insolvenz.
Bislang schätzt die Geschäftsführung, der Urenkel der Firmengründerin Anna Pieper, Oliver Pieper, die Chancen positiv ein. So blieben alle 140 Filialen uneingeschränkt geöffnet. Auch die 1.000 Angestellten arbeiten weiter wie bisher. Mit der zur Seite gestellten Anwältin will Pieper nun den Weg raus aus der Krise finden. Während die Löhne für die nächsten drei Monate von der zuständigen Agentur für Arbeit bezahlt werden, arbeitet man an einer Umstrukturierung. Zwar habe man nach der Corona-Zeit mit einem Umsatzrückgang gerechnet, doch danach schien es zunächst wieder bergauf zu gehen. Anscheinend fiel das Ergebnis dann jedoch schlechter aus als zunächst angenommen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa)













