Nach Five Guys-Krise: Berühmte Schnitzel-Kette ist nun insolvent

Zwei Schnitzel mit einer halben Zitrone auf einem weißen Teller in einem Biergarten. Im Hintergrund zwei Biere und ein weiterer Teller mit Essen. Ein Gast sitzt am Tisch.
Symbolbild © imago/Manfred Segerer

Nach der berühmten Kette Five Guys fällt nun eine weitere bekannte Schnitzel-Kette in die Insolvenz. Die Lage für die Gastronomie-Betriebe wird immer schwieriger, was letzten Endes auch die Kunden merken.

Eine berühmte Schnitzel-Kette ist nun ebenfalls insolvent und schließt sich damit vielen Gastronomie-Betrieben an, die in erheblichen Schwierigkeiten stecken. Generell hat die Branche nicht nur seit Kurzem hart zu kämpfen.

Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, gestiegene Kosten: Die Folgen lassen die Branche einfach nicht los

Fast sechs Jahre sind inzwischen vergangen, seitdem es die ersten Lockdowns gab, um die Corona-Pandemie massiv einzudämmen. Eine schwere Entscheidung, mit deren Auswirkungen die Gastronomie bis heute zu kämpfen hat. Viele Betriebe haben inzwischen schließen müssen. Diejenigen, die es irgendwie geschafft haben zu überleben, kämpfen weiter – gegen gestiegene Personal- und Energiekosten und gegen die Kundschaft, die seit der Wirtschaftskrise weniger geworden ist. Mit den gestiegenen Kosten mussten auch die Preise erhöht werden. Und auch die Politik traf wieder einmal eine Entscheidung zu Ungunsten der Gastronomie: Sie erhöhte den Steuersatz wieder von sieben auf 19 Prozent.

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Berühmte Schnitzel-Kette ist insolvent: So soll es weitergehen

Während in Deutschland mit dem neuen Jahr der ermäßigte Steuersatz von sieben Prozent für die Gastronomie wieder eingeführt werden soll, geht es in Österreich mit den Betrieben weiterhin den Bach hinunter. Dieses Mal erwischt es nach der Burger-Kette Five Guys eine große Schnitzel-Kette, die man im Nachbarland sehr gut kennt und schätzt: die Wiener Restaurantkette Schnitz’l Land.

Am 18. November hat das zuständige Gericht in Wien das Konkursverfahren über die Kette eröffnet. Die Betreiberfirma EA Systemgastronomie GmbH ist zahlungsunfähig und musste daher den entsprechenden Antrag stellen. Wie es zukünftig weitergehen wird, ist noch vollkommen ungewiss. Derzeit haben noch alle fünf Standorte der Kette geöffnet. Auch die Mitarbeiter wissen nicht viel mehr. Sie hangeln sich nach eigenen Aussagen eher von „Tag zu Tag“ und versuchen, ihre Arbeit so gut wie möglich zu machen, ohne sich etwas anmerken zu lassen. Auch den Lieferservice können die Kunden wie gewohnt in Anspruch nehmen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, AKV, Gastro News)