Nach Jahrzehnten: Kult-Sahnehersteller in der Krise – „Insolvent“

Auf einem hellbraunen Holztisch steht ein hellblauer Teller mit zwei gefalteten Pfannkuchen darauf. Diese sind mit Puderzucker bestreut, daneben liegen kleine Wilderdbeeren. Die Hand einer nicht zu erkennenden Person sprüht gerade Sprühsahne aus einer Flasche auf den Nachtisch.
Symbolbild © istockphoto/PatrikSlezak

Erneut trifft die Pleitewelle ein echtes Kult-Unternehmen. Nach Jahrzehnten erfolgreichen Bestehens auf dem Markt befindet sich ein Kult-Sahnehersteller nun mitten in der Krise. Er musste Insolvenz anmelden.

Ein Kult-Sahnehersteller musste nun eine schwere Entscheidung treffen und einen Insolvenzantrag stellen, denn er befindet sich in der Krise. Einen anderen Weg hat es nicht mehr gegeben.

Wieder ein Kult-Unternehmen: Pleitewelle reißt nächstes renommiertes Unternehmen mit sich

Und erneut macht die schwere Wirtschaftskrise einem Kult-Unternehmen das Leben schwer. Bekannt ist der Sahnehersteller vornehmlich in der Gastronomie und bei Großkunden. Mit seinen Sahneprodukten, für die es auch eine vegane Variante gibt, konnte das Unternehmen bereits viele Kunden zufriedenstellen. Denn die Produkte werden als Grundlage für Torten und Desserts jeglicher Art verwendet.

Nun hat es auch diesen Hersteller getroffen. Die Gründe hierfür sind vielfältig und nicht ganz so, wie man es von den bisherigen Pleiten kennt. Doch einer Entwicklung musste er sich nun ebenfalls geschlagen geben: Da die Milchpreise zwischen Juli und September letzten Jahres deutlich gestiegen sind, geriet der Hersteller in finanzielle Schieflage.

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Kult-Sahnehersteller in der Krise: So soll es für das Unternehmen weitergehen

Anfang 2026 kam dann ein weiteres großes Erschwernis hinzu: Internationale Großkunden zahlten nicht pünktlich die Ausstände, was die wirtschaftliche Lage verschärfte. Hinzu kam, dass die SalzMilch GmbH nicht lieferte, wodurch der Kult-Sahnehersteller Qimiq aus dem Salzburger Land nicht produzieren und selbst nicht liefern konnte. Eine Einigung scheiterte im März dieses Jahres endgültig. Damit nahm die Abwärtsspirale ihren Lauf.

Dennoch blickt Qimiq positiv in die Zukunft. Denn die Milchpreise haben sich wieder entspannt. Auch Maßnahmen zur Kostensenkung seien bereits geplant worden. Zudem findet die Auslieferung an die Kunden wieder statt. Der Betrieb läuft wie gewohnt weiter. Das Unternehmen erwartet außerdem weitere Aufträge. Damit sollten die Grundlagen für die Begleichung der Schulden von ca. 8,66 Millionen Euro bei den rund 159 Gläubigern gelegt sein. Nach österreichischem Recht muss Qimiq innerhalb von zwei Jahren 20 Prozent der Schulden tilgen, um weiterhin bestehen zu dürfen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, oe24.at, Landesgericht Salzburg)