Nach Lidl: Aldi führt Preiserhöhung für Kunden ein – „3 Euro mehr“

Der Blick auf einen Parkplatz des Discounters Aldi Süd. Der Parkplatz des Supermarktes sieht leer aus. Im Hintergrund kann man mehrere Gebäude erkennen und im Vordergrund steht ein großes blaues Parkplatzschild.
Symbolbild © imago/Bihlmayerfotografie

Nach Lidl zieht nun Aldi nach und führt eine Preiserhöhung für die Kunden ein. Diese zahlen jetzt drei Euro mehr für etwas, das vorher einmal kostenlos war.

Eigentlich kennt man die Discounter Lidl und Aldi in Bezug auf Preissenkungen und nicht aufgrund solcher Preiserhöhungen. Doch in diesem Fall geht es genau andersherum: Lidl verteuert etwas, und Aldi zieht nach.

Drei Euro mehr: Kunden zeigen sich empört

Bislang machten Aldi und Lidl eher mit Preisschlachten auf sich aufmerksam. Während Lidl mit dem Slogan „Lidl lohnt sich“ stets für günstige Preise wirbt, startet Aldi die nächste Offensive. Lidl zieht nun nach und erhöht ebenfalls die Preise bei ähnlichen Angeboten. Bisher haben die Kunden von diesem Wettbewerb profitiert, da Produkte, die sonst teuer gehandelt wurden, wieder günstiger wurden.

In diesem Fall jedoch zeigen sich die Kunden empört. Denn sie sollen nun für etwas zahlen, das bislang kostenlos war. Zunächst hatte Lidl dies in Hamburg eingeführt. Nun geht Aldi denselben Weg, nur in einer anderen Großstadt.

Lidl und Aldi mit Preiserhöhung: „Soll ein großes Problem lösen“

Ein riesiger Aufschrei ging durch die Bevölkerung, als die Discounter begannen, ihre Parkplätze zu überwachen. Die Folge waren falsch ausgestellte Parkbescheide und zahlreiche Klagen unter anderem wegen Datenschutzbestimmungen. Nun geht die Diskussion um die Parkplätze in eine neue Runde. Da die Parkplätze abends nach Ladenschluss und nachts leerstehen, kam der Discounter in Hamburg auf die Idee, den Parkplatz den Anwohnern zur Verfügung zu stellen. Was zunächst gut klingt, hat jedoch zwei große Haken: Zum einen kostet das sogenannte „Feierabendparken“ Geld, zum anderen speichert die zur Überwachung eingesetzte KI die Kennzeichen.

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Gleich vier Standorte von Aldi in Augsburg ziehen nun nach. 110 Parkplätze sollen an den vier Filialen bald zum „Feierabendparken“ zur Verfügung stehen. Buchen kann man einen Platz online in der App oder über einen QR-Code. Eine Nacht kostet drei Euro, eine Woche zwölf Euro und ein Monat 30 Euro. Gerade in Augsburg und anderen Großstädten Deutschlands herrscht Parkplatzmangel. Deshalb begrüßen viele zwar die Bereitstellung der Parkplätze. Dass dafür Geld erhoben wird und das Kennzeichen abgespeichert wird, halten viele Bürger jedoch nicht für gerechtfertigt.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa)