Nach Mega-Insolvenz: Hunderttausende Bäume sollen gefällt werden

Auf dem Bild befindet sich eine große Fläche, auf der viele Bäume bereits gefällt worden sind. Im Hintergrund stehen noch weitere Bäume, die wohl nicht gefällt werden sollen.
Symbolbild © imago/imagebroker

Nach der Mega-Insolvenz eines Traditionsunternehmens sollen nun Hunderttausende Bäume gefällt werden. Damit hat die Pleite nicht nur massive Folgen für die Arbeitnehmer, sondern auch für die Umwelt.

Indessen soll es auch noch Hunderttausende Bäume treffen, die gefällt werden sollen. Schuld daran ist die Insolvenz eines großen Traditionsunternehmens.

Großer Schock: Traditionsunternehmen meldet Insolvenz an – Hunderte Arbeiter verlieren ihren Job

Als der große Traditionsbetrieb nach 135 Jahren Insolvenz anmelden musste, brach eine Welt zusammen. Viele Menschen rund um den Globus kennen Del Monte. Vielleicht nicht unbedingt sofort den Namen, jedoch die zahlreichen Produkte, ohne die wir wohl nicht ein solch komfortables Leben führen würden, wie wir es heute tun. Denn Obst und Gemüse in Konserven sorgen dafür, dass wir auch auf längere Zeit Vorräte anlegen können. Zudem gab es von Del Monte auch Produkte aus der Tiefkühlung.

Hunderte von Mitarbeitern verloren nach der Ankündigung der Insolvenz ihren Job. Zwei Werke in den USA wurden sogar geschlossen. Die Schließung hat jedoch nicht nur Folgen für die Mitarbeiter. Auch die Kunden müssen sich nun auf Neuerungen einstellen. Zusätzlich gibt es noch weitere große Verlierer aufgrund der Insolvenz.

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Hunderttausende Bäume sollen gefällt werden: Umweltschützer kritisieren Entscheidung

Die großen Verlierer in der Insolvenz-Sache Del Monte sind auch die zahlreichen Landwirte. Das Unternehmen hatte mit ihnen langfristige Verträge geschlossen. Viele sollten zwanzig Jahre laufen. Mit der Insolvenz finden die Bauern jedoch keinen Großabnehmer mehr für ihre Früchte. Die großen Pfirsichbaum-Plantagen belieferten den Traditionsbetrieb mit einer Menge Obst. Jetzt müssen die Landwirte 550 Millionen Dollar Verlust verkraften. Da viele Bauern kleine Betriebe sind, würden sie einen solch hohen Fehlbetrag nicht auffangen können.

Deshalb hat das US-Landwirtschaftsministerium neun Millionen Dollar bereitgestellt, um ca. 420.000 Pfirsichbäume fällen zu lassen. Damit will man den Landwirten unter die Arme greifen und vermeiden, dass sie auf den Früchten sitzen bleiben und ebenfalls Insolvenz anmelden müssen. Ca. 24.000 Tonnen Obst übernimmt zwar der neue Eigentümer Pacific Coast Producers. Dies ist jedoch nur ein geringer Teil. Umweltschützer haben schon Alarm geschlagen. Mit den Obstbäumen würde man den Bienen und anderen Insekten eine Bestäubungs- und Nahrungsquelle nehmen.

(Quellen: Del Monte, Insolvenzverwalter, Umweltberichte, dpa)