Nach Preisanstieg: Supermärkte müssen Fleisch und Fisch sichern

Eine Kühlregal-Abteilung in einer Aldi-Filiale. Über dem Regal stehen die Wörter "Fleisch" und "Aktion". In den Kühlregalen liegen verschiedene Fleischprodukte in Plastikverpackungen mit Etikett und Preisangabe.
Symbolbild © imago/mix1

Teure Produkte ziehen Ladendiebe magisch an. Jetzt müssen Händler sogar Fleisch und Fisch besser beschützen, damit Langfinger keine Chance mehr haben. Die Produkte werden gesichert, denn die Schäden durch Ladendiebstähle sind alarmierend hoch. 

Sie greifen immer wieder zu: In teuren Zeiten machen Diebe vor Lebensmittelklau keinen Halt. Jetzt haben die Supermärkte offenbar die Nase voll.

Weil alles teurer ist, sichern Händler Fleisch und Fisch 

Erst hat es den Kaffee getroffen, jetzt sind sogar Fleisch und Fisch dran. Immer mehr Ladendiebe greifen zu. Weil sie Produkte regelmäßig illegal entwenden, sind Händler alarmiert und entscheiden sich für verschärfte Maßnahmen. Dazu gehört zum Beispiel das Wegschließen der Waren. Auffällig ist der finanzielle Schaden, den Geschäfte regelmäßig erleiden, laut Handelsverband Deutschland (HDE) vor allem im letzten Jahr. Demnach belief dieser sich 2024 auf etwa drei Milliarden Euro ‒ ein trauriger Rekord. Angesichts der Teuerungen im Handel überrascht diese Entwicklung Experten allerdings nicht.

Keine Chance für Langfinger: Dieser Discounter greift jetzt durch

Es ist nicht das erste Mal, dass Lebensmittelhändler auf diese Weise durchgreifen. Bereits vor einigen Jahren begannen britische Supermärkte damit, Cheddar und Butter wegen der hohen Preise zu sichern, um die Ware vor Langfingern zu schützen. „Bald werden auch die Handtaschen am Eingang eingeschlossen“, schrieb eine besorgte Nutzerin zu der Meldung, dass Berliner Supermärkte ihren Kaffee wegschließen. „Dann gibt es bei Werbungsangeboten Hamstereinkäufe“, kommentierte eine andere Person die Entwicklung. Unter anderem setzt eine Lidl-Filiale in Berlin auf eine Diebstahlsicherung, die sich direkt auf der Verpackung befindet. Sie klebt beispielsweise auf Lachs und Rind.

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Zwar wird die Ware bei Lidl nicht ganz weggeschlossen, wie es in einigen Supermärkten bei Kaffee der Fall ist. Dennoch soll die Maßnahme wohl potenzielle Diebe abschrecken. Die gelben Aufkleber (RF-Etiketten) funktionieren mithilfe elektromagnetischer Wellen. Wer die Ware regulär bezahlt, ist auf der sicheren Seite. Die Sicherung im Etikett wird durch den Mechanismus automatisch „deaktiviert“. Anders verhält es sich, wenn ein Produkt den Ausgang unbezahlt passiert ‒ dann kommt es zu einem Alarm. Wer einen Ladendiebstahl begeht, muss mit Konsequenzen rechnen. Diese können sich auf eine Geldstrafe beschränken, doch in schweren Fällen und bei Wiederholungstätern ist sogar eine mehrjährige Freiheitsstrafe möglich.

(Quellen: Börse, dpi, Metzgerverband)