Nach über 60 Jahren: Traditions-Bäcker steht fast vor dem Ende

Eine Kundin steht in einer Bäckerei vor einer Auslage von verschiedenen Backwaren wie Brot, Brötchen und Süßgebäck und wartet auf die Bedienung, während sie sich das Brot anschaut.
Symbolbild © imago/Sven Simon

Nach über 60 Jahren erfolgreichen Bestehens ist eine beliebte Traditions-Bäckerei insolvent. Die kommenden Wochen werden nun zeigen, wie es mit dem Betrieb am Niederrhein weitergeht.

Seit über 60 Jahren wissen die Kunden den Traditions-Bäcker zu schätzen. Es gibt Qualitätsware und eine schöne Atmosphäre in den Filialen. Doch indessen steht der Bäcker vor einer Entscheidung, die die Zukunft maßgeblich beeinflussen wird.

„Können es kaum glauben“: Traditionsbäcker ist bekannt wie ein bunter Hund

Wohl kaum ein Bürger in den Städten, in denen die Bäckerei ihre Filialen hat, kann sich das Leben ohne eben diese vorstellen. Denn er ist nahezu omnipräsent. So beliefert er Kindergärten und Schulen mit qualitativ hochwertigen Backwaren, die weder die Kinder noch die Erwachsenen missen wollen. Auch auf den Wochenmärkten findet man regelmäßig einen Stand des beliebten Bäckers. Bislang kauften die Kunden hier gerne ein und genossen auch die familiäre Atmosphäre. Jetzt steht ausgerechnet dieser Traditions-Bäcker vor dem Aus. Die Menschen können es kaum fassen.

Traditions-Bäcker nach über 60 Jahren insolvent: Rund 80 Mitarbeiter in sechs Filialen betroffen

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Mit Hauptsitz in Neukirchen-Vluyn findet man den Bio-Bäcker Schomaker auch in Aachen, Duisburg, Krefeld, Moers und Rheurdt. Wie der Insolvenzverwalter, der vom Amtsgericht Kleve nach dem Insolvenzantrag am 24. April eingesetzt wurde, bei einem Besuch in der Firmenzentrale in Neukirchen-Vluyn bereits feststellte, werden diese vorbildlich geführt und bieten qualitativ hochwertige Produkte an. Zudem verarbeitet der Bäckerei-Betrieb Bio-Produkte, die von regionalen Bio-Bauern stammen.

Deshalb halte man sich laut Insolvenzverwalter alle Möglichkeiten offen. Der Insolvenzverwalter betonte, dass bei entsprechendem Wunsch des Inhabers auch eine erfolgreiche Sanierung aus eigener Kraft im Bereich des Möglichen liegt. Außerdem haben sich bereits mehrere Interessenten bei dem Verwalter gemeldet, die die Bäckerei übernehmen wollen. Deshalb sei man generell positiv gestimmt. Die rund 80 Mitarbeiter in den sechs Filialen erhalten ihre Löhne und Gehälter bis Ende Juni aus dem Insolvenzgeld der Arbeitsagentur. Der Betrieb geht wie gewohnt weiter. Alle Filialen haben weiterhin geöffnet.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Rheinische Post)