Nächste deutsche Kultmarke wird verkauft – geht direkt ins Ausland

Spirituosenweine stehen in einem Regal im Supermarkt. Es handelt sich hierbei um Alkohol, der ausschließlich Erwachsenen vorbehalten ist. So ist der Verkauf geschützt und die Kunden müssen an der Kasse wahlweise ihren Personalausweis vorzeigen. Hier sind die bekannten Alkoholika zu sehen, die auch für Cocktails und Mixgetränke genutzt werden.
Symbolbild © imago/Bill Oxford

Wirtschaftliche Probleme machen vielen Unternehmen zu schaffen. Eine deutsche Kultmarke wird nun ins Ausland verkauft. Dabei handelt es sich um einen bekannten Getränkehersteller mit langjähriger Geschichte und berühmten Produkten.

Mit dieser Entwicklung hätten Fans des Getränkeherstellers wohl kaum gerechnet: Ein Käufer aus dem Ausland übernimmt plötzlich das Unternehmen aus Deutschland.

Verändertes Konsumverhalten stellt Getränkehersteller vor Probleme

Der Griff zur Schnapsflasche wird in Deutschland seltener. Wie der Branchenverband BSI meldet, sinkt der Pro-Kopf-Verbrauch von Spirituosen seit 2023. Auf nur noch rund 4,85 Liter belief sich der Pro-Kopf-Konsum im Jahr 2025, während es 2023 statistisch noch 5,1 Liter pro Einwohner waren. Dass der Konsum von Alkohol insgesamt sinkt, führen Fachleute auf verschiedene Ursachen zurück. So erklären sie etwa, dass das Gesundheitsbewusstsein gewachsen ist. Wer Lust auf ein Bier hat, hat heute jedoch die Wahl zwischen einem alkoholischen Getränk und alkoholfreiem Genuss. Das Sortiment wächst.

Insgesamt ist ein Rückgang beim Alkoholkonsum auch unter Jugendlichen zu beobachten. Zwar greifen junge Menschen noch zu, doch viele entscheiden sich für einen bewussteren Umgang mit Wein, Cocktails und anderen Getränken. Unter anderem trifft das veränderte Kauf- und Konsumverhalten viele Brauereien in Deutschland, die ums Überleben kämpfen. Nun steht auch ein deutscher Spirituosenhersteller vor dem Verkauf an ein US-amerikanisches Unternehmen.

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Diese deutsche Kultmarke wird nun verkauft

Die wirtschaftlichen Gründe liegen in einer anhaltenden Absatzkrise. Auch hohe Kosten und ein starker Einbruch beim Gewinn machten dem Betrieb schwer zu schaffen. Als Folge suchte das Management nach einem finanzstarken Partner, um das Überleben der Firma zu sichern. Beim Übernahmekandidaten handelt es sich um die Berentzen-Gruppe aus dem Emsland in Niedersachsen. Der Käufer und Whiskey-Spezialist Sazerac bietet den Aktionären 5,55 Euro pro Anteilsschein in bar.

Die Folgen für die Firma sind weitreichend, denn das Wertpapier soll nach dem Deal von der Börse verschwinden. Für die Beschäftigten gibt es jedoch gute Nachrichten: Der Hauptstandort im Emsland soll erhalten bleiben und sogar ausgebaut werden. Das Traditionsunternehmen Berentzen, dessen Wurzeln bis 1758 zurückreichen, ist in Deutschland und im Ausland vor allem für seinen süßen Apfelkorn sowie für den Puschkin Vodka berühmt.

(Quellen: Berentzen-Gruppe)