Nächste Insolvenz in Deutschland: „Fast in jedem Schlafzimmer“

Ein helles Zimmer mit einem großen Doppelbett in der Mitte. Das Bett ist gemütlich mit gelbem Bettzeug bezogen. Rechts und links stehen Nachttische mit Lampen. Das Schlafzimmer dieser Wohnung ist modern und hell eingerichtet.
Symbolbild © istockphoto/SolStock

Viele bangten und hofften, doch jetzt die nächste Insolvenz in Deutschland ein großes Unternehmen erfasst. Jeder kennt es, denn die meisten haben ein Produkt davon in ihrem eigenen Schlafzimmer.

Allein bei dem Markennamen dürften viele Bürger Deutschlands in Erinnerungen schwelgen. Viele von ihnen besitzen nämlich wenigstens ein Produkt der Marke für ihr Schlafzimmer. Jetzt jedoch hat die nächste Insolvenz in Deutschland genau dieses Unternehmen erwischt und in die Pleite getrieben.

Seit Jahrzehnten am Markt: Firma muss Insolvenz anmelden – „Massive Probleme“

Zum Teil arbeiteten die Beschäftigten schon in der zweiten Generation bei dem großen Unternehmen. Und sie waren bislang immer zufrieden. Doch nach jahrzehntelangem erfolgreichem Bestehen geriet die bekannte Marke in Schwierigkeiten. Doch an den Verbrauchern schien es hierzulande dieses Mal nicht gelegen zu haben. Die portugiesische Muttergesellschaft geriet in finanzielle Schwierigkeiten und riss die deutsche Tochtergesellschaft mit. Hinzu kamen Lieferschwierigkeiten anderer Gesellschaften aus dem Ausland und rissen den deutschen Standort gleich mit in den Untergang. Die gestiegenen Energiekosten brachten das Fass voller Probleme dann zum Überlaufen – sehr zum Leidwesen der Kunden und der Angestellten.

Nächste Insolvenz in Deutschland: Unternehmen muss aufgeben

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Bei so massiven Problemen konnte Schlaraffia einfach nicht mehr anders und musste im Juli einen Antrag auf Insolvenz stellen. Trotz großer Bemühungen von allen Seiten konnte das Unternehmen jedoch nicht vollständig gerettet werden. Da die Logistik und der Maschinenpark veraltet sind, fand sich hierfür kein Investor. Damit musste die Produktion schließen. 171 Mitarbeiter bekamen die Kündigung. Zunächst sprang für die Gehaltszahlungen die zuständige Agentur für Arbeit ein.

Gerettet werden konnten die Marke und die Patente des Unternehmens. Die EuroComfort Group aus Bocholt im Münsterland kaufte das Unternehmen auf, lehnte jedoch das Produktionswerk ab. Die fast 200 Mitarbeiter können sich bei der EuroComfort Group direkt um einen neuen Arbeitsplatz bewerben. Doch ohne das Matratzenwerk sehen viele jedoch keine Chance und müssen sich wohl woanders bewerben. Der neue Inhaber will die Marke Schlaraffia nun schnellstmöglich aufbauen und wieder auf den Markt bringen. Im Vorfeld habe man die besten Voraussetzungen für eine Rückkehr von Schlaraffia geschaffen. Den Kunden bleibt sie damit zwar erhalten. Die Mitarbeiter müssen jetzt jedoch schauen, wo sie eine neue Arbeit bekommen.