Nächste Krise: Engpass droht bei beliebtem Grundnahrungsmittel

Eine ältere Frau steht nachdenklich vor einem Regal in einer Filiale eines Aldi-Marktes. Es gibt ein reiches Sortiment an Wurst, Butter und Käse, unter anderem von Billig-Marken. Im Vordergrund ist ein Einkaufswagen mit Getränken und anderen Waren.
Symbolbild © imago/Sven Simon

Erst Kakao und Schokolade, dann Kaffee: Immer mehr Lebensmittel werden knapp und damit teurer. Nun droht der nächste Engpass bei einem Grundnahrungsmittel. Bürger müssen sich auf Verzögerungen einstellen.

Die Lebensmittelpreise in Deutschland steigen. Währenddessen werden bestimmte Lebensmittel immer knapper. Nun droht ein weiterer Engpass bei einem Grundnahrungsmittel.

Engpass bei Grundnahrungsmittel: So stark sind die Lebensmittelpreise gestiegen

Die Preise für Lebensmittel in Deutschland sind seit 2020 erheblich gestiegen. Im Juli 2025 lagen die Preise für Lebensmittel 2,2 Prozent höher als im Vorjahr, während die allgemeine Inflationsrate bei 2,0 Prozent lag. Eine Umfrage des Instituts für Konsumforschung ergab, dass 68 Prozent der Verbraucher ihren Wocheneinkauf deutlich reduzieren mussten und 42 Prozent häufiger zu günstigeren Eigenmarken greifen.

Die steigenden Preise in Deutschland beeinflussen inzwischen sogar das Kaufverhalten der Verbraucher, die verstärkt auf Angebote (74 Prozent) und günstige Preise (59 Prozent) achten. Das zeigt eine Umfrage des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Dennoch bleibt der Geschmack das wichtigste Kriterium beim Einkauf, gefolgt von Faktoren wie Saisonalität (79 Prozent), Regionalität (77 Prozent) und Tierhaltung (77 Prozent).

Hier müssen Verbraucher aufpassen: Engpass bei Grundnahrungsmittel droht

Dabei sind die Preissteigerungen nicht für jedes Produkt gleich. Seit 2020 verzeichnete Olivenöl nach Zahlen des Statistischen Bundesamts die höchste Preissteigerung mit +113 Prozent, gefolgt von Zucker (+83 Prozent), Keksen (+77 Prozent) und Quark (+73 Prozent). Auch Produkte wie Ketchup sowie Gemüsekonserven wurden mit jeweils +64 Prozent deutlich teurer, während Sonnenblumen- und Rapsöl um +63 Prozent stiegen. Bei den Lebensmittelpreisen ist keine Entspannung in Sicht.

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In Griechenland führt nun ein massiver Ausbruch von Schaf- und Ziegenpocken bereits zu einem dramatischen Rückgang der Tierbestände. Mehr als 417.000 Tiere haben Halter bereits gekeult. Das entspricht fünf Prozent des gesamten Bestands. Besonders betroffen ist die Feta-Produktion, da 80 Prozent der Schaf- und Ziegenmilch für diesen Käse verwendet werden. Dadurch ist die Verfügbarkeit von Feta durch den Milchmangel gefährdet. Aktuell bleiben die Preise stabil, da Käsereien Lagerbestände nutzen, doch Experten warnen vor zukünftigen Engpässen und steigenden Produktionskosten. Das Krisenmanagement der Regierung wird stark kritisiert, da Impfungen nur zögerlich und unkoordiniert erfolgen. Das hemmt eine schnelle Erholung der Herden und macht die Feta-Exporte unsicher.

(Quellen: Bundeslandwirtschaftsministerium, Institut für Konsumforschung, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)