Nahversorgung unter Druck: Aldi gibt Standort auf – „Filiale dicht“

Vor einer geschlossenen Aldi-Filiale befindet sich ein großer Ansturm von Menschen, die darauf warten, dass die Filiale öffnet und sie hineingehen können, um ihren Einkauf zu beginnen.
Symbolbild © imago/Stephan Görlich

Eine Filiale in einer deutschen Stadt ist nun endgültig Geschichte, denn Aldi hat den Standort aufgegeben. Damit müssen die Kunden in Zukunft auf eine andere Filiale zurückgreifen.

So mancher Kunde muss nun einen weiteren Weg auf sich nehmen, um bei Aldi einkaufen zu können. Denn der Discounter hat einen Standort dichtgemacht, womit die Verbraucher einen weiteren Weg zu einer anderen Filiale antreten müssen.

Kunden fürchten um Versorgung: „Nicht mehr so einfach zu erreichen“

Mit mehr als 4.200 Filialen allein in Deutschland verfügt Aldi über eine große Dichte an Standorten im ganzen Land. Während auf Aldi Nord ca. 2.200 Filialen entfallen und im Norden die Menschen mit Lebensmitteln versorgen, gehen im Süden Deutschlands Verbraucher in ca. 2.000 Filialen von Aldi Süd einkaufen. Schaut man sich die Verteilung in den einzelnen Gebieten an, steht fest: Aldi hat ein dichtes Filialnetz gespannt. Somit haben alle Einwohner Deutschlands eine Möglichkeit, in einer Aldi-Filiale einkaufen zu gehen. Bei derzeit 2.056 Städten verfügen sogar viele Städte über mehrere Aldi-Filialen. Auch Menschen, die auf den Dörfern leben, haben oft einen einfachen Zugang zu einem Standort des Discounters. Jetzt fürchtet jedoch so mancher Bürger um seine Versorgung mit Lebensmitteln, denn eine Filiale von Aldi gibt es nicht mehr, der Standort hat geschlossen.

Aldi gibt Standort auf: Filiale schließt endgültig

Am 30. Januar öffnete die Aldi-Filiale in der Sigmaringer Straße in der Ebinger Oststadt zum letzten Mal die Türen für ihre Kunden. Nun ist die Filiale endgültig dicht. Was als Nachfolger in die Ladenräume kommen soll, ist bislang noch nicht bekannt. Gerade für ältere Kunden, die in der Umgebung wohnten, war dies derjenige Standort, den sie am einfachsten erreichen konnten. Aber auch wer keinen Führerschein hat, schätzte die Möglichkeit, von Aldi bis nach Hause laufen zu können. Diese Gelegenheit gibt es nicht mehr. Während sich einige Kunden ihrer Einkaufsmöglichkeit beraubt fühlen, sehen andere dieser Entwicklung entspannter entgegen. So rechnen einige in den sozialen Medien vor, dass es dort noch zweimal Rewe, einmal Kaufland, zweimal Netto, zweimal Aldi, zweimal Lidl, einmal Edeka und Norma geben würde. Die Auswahl an Lebensmittelgeschäften sei daher durchaus gegeben.

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Weshalb man die Filiale geschlossen hat, darüber gibt es keine eindeutigen Statements. So sagt eine Aldi-Pressesprecherin lediglich, dass man die Erreichbarkeit der einzelnen Standorte stetig prüfe und auch, ob eine Filiale noch ins Gesamtkonzept des Filialnetzes passe. Diese Aussagen lassen jedoch mehr Raum für Spekulationen, als dass sie konkrete Fragen beantworten. Unterdessen verweist das Unternehmen auf die Filialen in der Rudolf-Diesel-Straße in Truchtelfingen, in der Silberdistelstraße in Ebingen und am Hartheimer Weg in Meßstetten. Unterdessen brauchen sich die Mitarbeiter wohl nicht um ihre Zukunft zu sorgen. Sie werden die Filialen in der Umgebung unterstützen, so heißt es. Um wie viele Angestellte es sich dabei handelt, ist ebenfalls nicht bekannt.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Angaben von Aldi Süd, Schwäbische Zeitung)