
Naturschützer sind besorgt und schlagen Alarm. Es sind immer weniger Vögel in den Gärten auffindbar. Die Ursachen dafür sind vielfältig, aber noch ist nicht alles verloren.
Bereits seit einer Weile sind die Zahlen rückläufig. Die Naturschützer schlagen Alarm, denn immer weniger Vögel sind in den Gärten zu beobachten. Dabei gibt es schon einige Möglichkeiten, die Vögel wieder vermehrt zurück in die Gärten zu locken.
Vogelgesang kennzeichnet Präsenz der heimischen Vögel
Mit dem ersten Vogelgezwitscher in den Gärten beginnt eine neue akustische Geräuschkulisse, die das Ende des Winters ankündigt. So markiert der Frühlingsanfang den Übergang von der kalten Jahreszeit zur wärmeren Phase des Jahres. Die Temperaturen steigen langsam, die Tage verlängern sich, und Knospen an Bäumen sowie erste Frühlingsblüher zeigen sichtbare Anzeichen des Erwachens. Der Vogelgesang im Garten kennzeichnet eine aktuelle akustische Präsenz der heimischen Vogelwelt und dient auch als Indikator für die Aktivität der Arten. Doch leider finden sich zunehmend immer weniger Vögel in den Gärten, sodass Naturschützer nun Alarm schlagen.
Hauptursachen Lebensraumverlust und Nahrungsknappheit
Laut den Erhebungen des NABU, der größten Umweltorganisation in Deutschland, nimmt die Vogelpopulation seit einiger Zeit in den deutschen Gärten ab. Wurden vor einem Jahrzehnt noch durchschnittlich 36 Vögel pro Garten beobachtet, liegt die Zahl bis 2025 nur noch bei knapp unter 30 Vögeln pro Garten. Als Hauptursachen sind dabei der Lebensraumverlust durch versiegelte Flächen sowie die Nahrungsknappheit aufgrund geringer Insektenvielfalt zu nennen. Auch Krankheiten wie das Usutu-Virus, das insbesondere Amselbestände stark reduziert, tragen zur Abnahme der Vogelzahlen bei.
Dabei locken viele heimische Blumen, Stauden, Sträucher und Bäume die Vögel dank Samen und Früchten an. Ein vogelfreundlicher Garten glänzt durch Vielfalt, Nahrung und Nistmöglichkeiten für verschiedene Arten. Größere Gärten bieten darüber hinaus mehr Kleinlebensräume, aber auch kleinere Gärten haben einiges zu bieten. So sollte das Unkraut nicht überall entfernt, das Herbstlaub liegen gelassen und der Komposthaufen als Nahrungsquelle belassen werden. Vögel finden außerdem Schutz in Hecken, Sträuchern, Bäumen, Reisighaufen oder Natursteinmauern. Vielleicht lassen sich unter Beachtung dieser Tipps ja auch bereits am zweiten Maiwochenende mehr Vögel im Garten beobachten. Denn dann bittet der NABU alle Interessierten, für eine Stunde Vögel im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu beobachten und die Zählung zu melden.
(Quellen: NABU, Landesbund für Vogelschutz, dpa)














