
Das wird für einige sehr schwierig. Eine neue Bezahlpflicht ist geplant, bei der Bargeld allein nicht mehr reichen soll. Für einige Menschen könnte das zu einer erheblichen Belastung werden.
Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung ist nun eine neue Bezahlpflicht geplant. Künftig soll Bargeld allein als Zahlungsmethode nicht mehr reichen. Für viele Menschen könnte diese Änderung den Alltag spürbar erschweren.
Verschiedene Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung
Bezahlen gehört zum Alltag und ist aus dem Einkauf im Geschäft oder dem Besuch eines Restaurants nicht wegzudenken. Dabei stehen Verbrauchern heute verschiedene Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Neben dem klassischen Bargeld werden zunehmend Giro- und Kreditkarten, kontaktlose Zahlungen mit Smartphone oder Smartwatch sowie digitale Bezahldienste genutzt. Welche Zahlungsmethode akzeptiert wird, hängt jedoch vom jeweiligen Geschäft oder Restaurant ab. Während Kartenzahlung vielerorts selbstverständlich geworden ist, gibt es weiterhin Betriebe, die ausschließlich Bargeld annehmen. Doch damit soll nun Schluss sein, denn eine neue Bezahlpflicht ist geplant, bei der Bargeld allein zukünftig nicht mehr reichen soll.
Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleitungsbereich betroffen
Geschäfte, Restaurants und Dienstleister sollen künftig neben Bargeld mindestens eine digitale Bezahlmöglichkeit anbieten müssen. Das Bundesfinanzministerium plant diese Regelung, damit Kunden selbst entscheiden können, ob sie bar, mit Karte oder mit einem Smartphone bezahlen. Gleichzeitig soll Bargeld weiterhin als Zahlungsmittel akzeptiert werden, sodass die Wahl zwischen verschiedenen Zahlungsarten bestehen bleibt. Die geplante Pflicht soll ab 2027 gelten und sowohl den Einzelhandel als auch die Gastronomie und den Dienstleistungsbereich betreffen. Dabei können Unternehmen selbst entscheiden, welches digitale Verfahren sie anbieten, allerdings muss mindestens eine gängige europäische Zahlungsmöglichkeit zur Verfügung stehen.
Außerdem sollen keine zusätzlichen Gebühren für die Kundschaft entstehen, während Unternehmen weiterhin mit Kosten für Lesegeräte und Transaktionsgebühren rechnen müssen. Das Finanzministerium verbindet die Regelung zudem mit dem Ziel, Steuerhinterziehung, Geldwäsche und andere Formen der Finanzkriminalität zu erschweren, weil digitale Zahlungen besser dokumentiert und nachvollzogen werden können. Gleichzeitig wächst der Anteil bargeldloser Zahlungen in Deutschland deutlich, obwohl viele Menschen weiterhin gerne mit Scheinen und Münzen bezahlen. Während Verbraucherverbände die zusätzliche Wahlmöglichkeit begrüßen, kritisieren Wirtschaftsverbände vor allem den möglichen bürokratischen Aufwand und die zusätzlichen Kosten für Unternehmen.
(Quellen: BMF)














