Neue Heizungs-Pflicht – Millionen Hausbesitzer müssen handeln

Geldscheine liegen auf einer Heizung in einem Raum mit weißen Wänden. Es soll die Kosten für heizung, Energie und die heizkosten als solche symbolisieren.
Symbolbild © istockphoto/© Viktor Kintop

Monatlich ändern sich in Deutschland Gesetze und Verordnungen. Da den Überblick zu behalten, ist nicht leicht. Nun kommt auch eine neue Heizungs-Pflicht, die Millionen Hausbesitzer zum Handeln zwingt.

Für Eigentümer größerer Wohnhäuser läuft eine wichtige Frist. Ein Heizungscheck kann 2026 zur Pflicht werden und Kosten auslösen. Die bald kommende, neue quasi Heizungs-Pflicht zwingt Hausbesitzer zum schnellen Handeln.

Heizung prüfen und optimieren – für wen 2026 eine Pflicht gilt

Bei älteren Heizungen geht es nicht nur um Energieverbrauch und steigende Rechnungen. Für bestimmte Mehrfamilienhäuser schreibt das Gebäudeenergiegesetz inzwischen einen technischen Check vor. Entscheidend sind vor allem die Zahl der Wohnungen und das Alter der Anlage. Die Regel betrifft wassergeführte Heizungen in Gebäuden mit mindestens sechs Wohnungen oder selbstständigen Nutzungseinheiten. Ausgenommen sind Wärmepumpen, für die eigene Vorschriften gelten. Ziel der Prüfung ist dabei, unnötige Verluste aufzuspüren und den Betrieb effizienter zu machen.

Für Eigentümer zählt vor allem das Einbaudatum. Anlagen ab Oktober 2009 müssen grundsätzlich nach 15 Jahren geprüft und innerhalb eines weiteren Jahres optimiert werden. Bei noch älteren Heizungen läuft die Frist spätestens am 30. September 2027 ab. Bei einem hydraulischen Abgleich wird die Wassermenge für die einzelnen Heizkörper angepasst. Das kann laut Verbraucherzentrale die Wärmeverteilung verbessern und rund fünf Prozent Heizkosten sparen.

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Auch die Heizungspumpe lohnt einen Blick. Moderne Hocheffizienzpumpen benötigen nämlich nach Angaben der Verbraucherzentrale bis zu 90 Prozent weniger Strom als alte Modelle. Das kann den Stromverbrauch der Heizung spürbar senken. Zusätzlich sollte dabei die Dämmung der Heizungsrohre kontrolliert werden. In unbeheizten Bereichen schreibt das GEG ohnehin eine Dämmung zugänglicher Leitungen vor.

Heizungsprüfung 2026: Jetzt wird die Frist konkret

Bei der Heizungsprüfung 2026 werden unter anderem Einstellungen, Pumpe, Rohrdämmung und Möglichkeiten für eine niedrigere Vorlauftemperatur untersucht. Das Gesetz verlangt außerdem, das Ergebnis schriftlich festzuhalten. Zeigt der Check Schwachstellen, müssen notwendige Optimierungen grundsätzlich innerhalb eines Jahres erfolgen. Die Dokumentation kann später auch für Eigentümer und Mieter wichtig sein.

Wer die Prüfung ohnehin anstoßen muss, kann mehrere Arbeiten bündeln. Ein Termin mit einem Fachbetrieb lässt sich dabei etwa mit Wartung oder einem hydraulischen Abgleich kombinieren. Vor größeren Investitionen lohnt außerdem ein Blick auf aktuelle Förderbedingungen. Für Eigentümer heißt das: Einbaudatum prüfen, Wohnungszahl feststellen und den Termin nicht unnötig aufschieben. Besonders bei Anlagen aus 2010 kann die gesetzliche Frist bereits 2026 relevant sein.

(Quellen: BMWE, GEG)