Neue Masche: Tausende Bürger erhalten Amazon-Pakete frei Haus

Zwei Hände heben ein Amazon-Paket von der Erde auf. Es wirkt so, als wäre das Paket vor der Haustür abgestellt worden.
Symbolbild © istockphoto/Daria Nipot

Tausende Bürger erhalten derzeit unerwartet Amazon-Pakete, die sie nie bestellt haben. Experten warnen: Hinter der vermeintlichen Überraschung steckt eine perfide Betrugsmasche, die gezielt Bewertungen manipuliert.

Überraschung vor der Haustür: Tausende Amazon-Kunden bekommen plötzlich Pakete, die sie nie bestellt haben – und ahnen nicht, wer dahintersteckt.

Neue Masche schockiert Amazon-Kunden

Viele Amazon-Kunden staunen nicht schlecht, wenn plötzlich Pakete vor der Tür liegen – und sie sich fragen: „Habe ich das bestellt?“ Die Antwort: Nein! Hinter dieser mysteriösen Lieferung steckt eine perfide Betrugsmasche, die man im Fachjargon Brushing nennt. Dabei verschicken Verkäufer Produkte an willkürlich ausgewählte Empfänger – nur um ihr eigenes Profil aufzuhübschen.

Der Trick ist einfach: Sobald die Pakete angenommen werden, gilt der Kauf offiziell als abgeschlossen. Die Betrüger können dann Fake-Bewertungen erstellen, um ihre Reputation zu steigern. Besonders auffällig: Bei unseriösen Sendungen fehlt oft eine Absenderadresse. Amazon appelliert daher, jede unerwartete Lieferung zu melden. Denn nur so können die betrügerischen Verkäufer gestoppt und ihre Verkaufsrechte entzogen werden. Doch was tun mit den Paketen? Kunden müssen die Ware nicht zurückschicken und auch nicht bezahlen. Wer den Händler kontaktieren möchte, sollte sicherstellen, dass dieser Rücksendekosten übernimmt. Ansonsten rät die Verbraucherzentrale, die Produkte einfach zu behalten – und keinesfalls auf Drohungen der Betrüger hereinzufallen.

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Achtung vor gefährlichen Mails

Die Masche hört damit nicht auf. Auch per E-Mail versuchen Betrüger immer wieder, an persönliche Daten zu gelangen. So wurde in der Vergangenheit immer wieder vor Mails gewarnt, in denen die Sperrung des Amazon-Prime-Kontos droht, weil angeblich eine Zahlung fehlgeschlagen sei.

Die Nachrichten sehen täuschend echt aus und verleiten viele Empfänger zu überstürztem Handeln. Wer auf den enthaltenen Link klickt, landet jedoch auf einer Fake-Seite. Dort werden die Logindaten abgefragt – und anschließend oft sogar Bankinformationen. Wer auf diese Masche hereinfällt, sollte sofort das Passwort ändern und ein neues vergeben, um weiteren Schaden zu verhindern. Amazon-Kunden müssen also wachsam bleiben: Pakete, die man nicht bestellt hat oder Mails, die Druck ausüben, sind eindeutige Warnsignale. Nur wer aufmerksam bleibt, kann sich vor den dreisten Tricks der Betrüger schützen.

(Quellen: Polizeiticker, dpa)