Neue Maßnahmen: Rasen soll aus Gärten verbannt werden

Entfernung von altem Rasen um einen neuen Trittsteinsteg in Vorbereitung für die Installation eines neuen Rasens zu legen.
Symbolbild © istockphoto/CBCK-Christine

Es klingt nach einer merkwürdigen Maßnahme, aber die Experten heißen sie gut. So soll Rasen in Zukunft aus den deutschen Gärten verbannt werden.

Zurzeit werden Meldungen laut, dass Rasen aus den deutschen Gärten verbannt werden soll. Was wie eine schlechter Scherz klingt, hat jedoch einen ganz bestimmten Grund.

Kein Rasen mehr in deutschen Gärten

Bei den milden Temperaturen ist er ein echter Segen: der eigene Garten. Hier am Wochenende einen schönen Nachmittag lang die Seele baumeln zu lassen, kann sich schon mal wie ein Kurzurlaub anfühlen. Dabei ist zu beachten, dass nicht alle Gartenarbeiten erlaubt sind – bei einigen drohen teils hohe Strafen. Und jetzt kommt noch hinzu, dass Experten dazu raten, den Rasen abzuschaffen. Aber warum und was soll stattdessen dort wachsen?

Jeder hat sicherlich schon einmal von dem großen Insektensterben gehört. Seit Jahren nimmt die Population der Tiere massiv ab. Was uns Menschen auf den ersten Blick nicht sonderlich stört, hat beträchtliche Folgen für die Natur, da Insekten eine wichtige Rolle für den Erhalt der Ökosysteme spielen. Sie agieren als Bestäuber für viele Pflanzen, dienen als Nahrungsquelle für andere Tiere und sind an der Zersetzung von organischem Material beteiligt. Das ist nicht nur ein deutsches, sondern ein globales Problem.

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Insektensterben und Wassermangel

Rasen ist generell nicht schädlich für Insekten, aber sie brauchen mehr Vielfalt. Und noch ein Faktor spielt mit hinein, weshalb Experten in Zukunft einen Trend zum rasenfreien Garten wittern. Das Wasser ist knapp und so ein Rasen verbraucht nun einmal eine Menge Flüssigkeit. Anstelle des Rasens empfiehlt ein Profi-Gärtner deshalb nun, Rindenmulch auf die Erde zu legen. Ganze zehn Zentimeter sollte diese Schicht messen, aber was erst einmal gewöhnungsbedürftig erscheint, hat einen positiven Effekt.

Auf dieser Basis lässt sich nämlich alles Mögliche anbauen. Die Schicht aus Rindenmulch lässt sich dabei mit einem Gewächshaus vergleichen. Sie hält die schädigende Hitze ab und das Wasser darunter verdunstet langsamer. Der Rindenmulch hat also schützende Eigenschaften.

Alleskönner Rindenmulch

Nebenbei lässt der Mulch kaum Platz für Wildwuchs – sprich Unkraut. Und noch einen positiven Effekt gibt es: Das Wasser kann tief, viel tiefer als bei Rasen, in die Erde sickern. Das wirkt sich wiederum fördernd auf das Wachstum im ganzen Garten aus. Der Trend, den der Garten-Experte vermutet, könnte sich also bald schon in den ersten Vorgärten durchsetzen. Die Natur würde es uns danken.