Neue Meldepflicht: Gefährliches Insekt breitet sich in Gärten aus

Eine weibliche Person befindet sich in einem Gewächshaus, in dem sie offenbar Tomaten züchtet. Sie hält in ihren behandschuhten Händen einen großen Strauch voller kleiner Tomaten. Rechts sieht man einen weiteren Strauch mit gelben Tomaten, die wohl noch nicht reif sind. Ein pikantes Verbot herrscht in deutschen Gärten.
Symbolbild © istockphoto/Helin Loik-Tomson

Ein gefährliches Insekt breitet sich hierzulande aus, weshalb schon 2016 eine neue Meldepflicht eingeführt wurde. Die Art gilt als invasiv. Seit Jahren wird versucht, die Ausbreitung einzudämmen. Wer ein Tier entdeckt, sollte mit Bedacht vorgehen. 

Das Aussehen dürfte vielen Menschen bekannt vorkommen, doch ein genauer Blick verrät, dass es sich um keine deutsche Insektenart handelt. Sie wurde eingeschleppt. Ein kleines Detail ist ausschlaggebend, um das bedrohlich aussehende Tier richtig einzuordnen.

Gefährliches Insekt breitet sich in Deutschland aus

Im Jahr 2024 wurden in Baden-Württemberg doppelt so viele Nester dieser Insektenart gezählt wie im Jahr 2023. Damit hat sich das Tier deutlich ausgebreitet, das laut EU als eine der riskantesten invasiven Arten gilt. Das Insekt wurde aus Südostasien nach Europa eingeschleppt. Es stellt eine Bedrohung für die Artenvielfalt dar. Vor allem aber ist es eine Gefahr für die Honigbiene. Denn die aus Asien stammenden Tiere ernähren sich nicht nur von Nektar, sondern vor allem von Bienen. Deshalb stehen sie offiziell auf der EU-Liste der invasiven Arten und sind meldepflichtig.

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Wie das Land Niedersachsen erklärt, ist eine dauerhafte Beseitigung mittlerweile allerdings nicht mehr realistisch. Im Jahr 2025 wolle man sich deshalb verstärkt auf die Kontrolle der Insekten und auf die Vermeidung negativer Auswirkungen fokussieren. Wer die Tiere bei sich im Garten entdeckt, sollte sie nicht eigenständig entfernen. Es ist Vorsicht geboten, denn die Asiatischen Hornissen (Vespa velutina) gelten als wehrhaft.

Achtung: So sieht das Insekt aus

Die Nester werden von Spezialisten entfernt. Um die Tiere allerdings melden zu können, ist es wichtig, sie zu identifizieren. Es besteht Verwechslungsgefahr mit der aus Europa stammenden Hornisse (Vespa crabro). Vor allem auf die Färbung sollte man achten. Die Asiatische Hornisse ist dunkler, da sie eine schwarze Grundfärbung hat und einen Hinterleib mit einigen gelben Binden. Außerdem verfügt das Tier über schwarz-gelbe Beine. Zum Vergleich: Die Europäische Hornisse hat eine braun-gelbe Grundfärbung, eine eher rötliche Brust und zudem braun-rote Beine. Wer die asiatischen Insekten entdeckt, sollte sie den örtlichen Behörden melden. Die Bundesländer stellen entsprechende Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung.