
Eine neue Müll-Regel sorgt derzeit für Unmut bei den Bürgern in Deutschland. Denn ein Verstoß gegen diese kann sehr teuer werden. Experten raten deshalb, sich genau zu informieren und sorgfältig die Änderung zu befolgen.
Seit ihrer Einführung gab es immer wieder eine neue Müll-Regel. Dies sorgt bei den Menschen zunehmend für Unmut. Denn bereits ein kleiner Fehler kann richtig teuer werden.
Seit über 10 Jahrren Pflicht: Biotonne ist ein Muss für Millionen Haushalte
Die allererste Biotonne Deutschlands wurde bereits 1981 in Würzburg eingeführt. Ein lokaler Verein – die Aktion Müllvermeidung – startete dort das bundesweit erste Pilotprojekt zur getrennten Sammlung von organischen Abfällen. In den 1990er-Jahren zogen dann immer mehr Städte und Gemeinden freiwillig nach. Gesetzlich verpflichtend für ganz Deutschland wurde die getrennte Sammlung von Bioabfällen am 1. Januar 2015. Seitdem sind Städte und Gemeinden über das Kreislaufwirtschaftsgesetz gezwungen, ihren Bürgern flächendeckend eine Biotonne oder ein vergleichbares Sammelsystem anzubieten.
In die Biotonne gehören ausschließlich organische Abfälle, die biologisch abbaubar sind und kompostiert oder zur Energiegewinnung in Biogasanlagen genutzt werden können. Dazu gehören Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz und Teefilter, Eierschalen, Speisereste sowie Fleisch, Fisch, Knochen und Brotreste, sofern die Kommune dies nicht explizit verbietet. Außerdem gehören Rasenschnitt, Laub, Unkraut, kleine Äste, verwelkte Blumen und Topfpflanzen sowie reine Holzasche von unbehandeltem Holz, Federn, Haare, Küchenpapier in kleinen Mengen hinein.
Neue Müll-Regel wird teuer: Das müssen Bürger besonders beachten
Da viele Menschen jedoch das Einwerfen von Speiseresten unhygienisch und eklig finden, nutzen sie von den Herstellern als abbaubar bezeichnete Beutel. Das Problem mit den sogenannten „kompostierbaren“ Plastiktüten in der Biotonne verschärft sich in Deutschland massiv und sorgt bei den kommunalen Entsorgungsbetrieben für Millionenschäden und steigende Müllgebühren. Obwohl die Hersteller diese Beutel oft mit Begriffen wie biologisch abbaubar“ oder dem „Keimling-Symbol“ bewerben, fordern immer mehr Städte und Landkreise ein striktes Verbot im Biomülk.
Der Rotteprozess dauert in modernen kompostieranlagen oft nur zwei bis sechs Wochen. Die bio-abbaubaren Plastiktüten benötigen jedoch mehrere Monate, um sich vollständig zu zersetzen. Da Sortieranlagen und die Müllwerker nicht zwischen einer normalen und einer kompostierbaren Tüte unterscheiden können, wird jede als Störstoff eingestuft. Um diese Komplikationen zu vermeiden, gilt zudem seit fast einem Jahr die Drei-Prozent-Regel. Danach dürfen maximal drei Prozent des Tonneninhalts Fremdstoff sein. Wer bei Kontrollen auffällt, muss ordentlch Strafe zahlen. Im schlimmsten Fall leert das Müllunternehmen die Tonne nicht.
(Quellen: Bundesumweltministerium, Umweltbundesamt)













