
Die Regierung will die Raucherquote senken und mehr Geld durch Steuern einnehmen. Bereits ab 2027 sollen Zigaretten deshalb schrittweise teurer werden. Die Pläne stoßen jedoch nicht nur auf Zustimmung.
Raucher müssen wohl schon bald tiefer in die Tasche greifen. Die geplante Erhöhung der Tabaksteuer sorgt aktuell für gespaltene Meinungen und viel Kritik.
Rauchen: Tausende Menschen sterben jährlich ‒ Quote soll sinken
Im Jahr 2023 verstarben über 130.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Das belegen Zahlen des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Trotz des gesundheitlichen Risikos greifen jedoch zahlreiche Menschen regelmäßig zur Tabakware. Wer unter einer Nikotinabhängigkeit leidet, hat es nicht leicht: Die Sucht hat sowohl körperliche als auch psychische Facetten, die den Ausstieg zu einer Herausforderung machen. Um die Quote der Raucher und die Gesundheitskosten zu senken, will die Bundesregierung die Tabaksteuer erhöhen. Es sind allerdings nicht die einzigen Gründe, denn die Erhöhung dient auch dazu, die Einnahmen des Bundeshaushalts aufzubessern.
Schon ab 2027 könnten Zigaretten teurer werden
Der aktuellste Entwurf des Finanzministeriums zeigt nun die ersten geplanten Details: Die Nikotin- und Tabaksteuer wird schrittweise ansteigen. Bereits ab 2027 bekommt man demnach wohl die ersten Auswirkungen zu spüren. Hersteller geben die Erhöhung in der Regel an Verbraucher weiter. Dadurch sollen insbesondere Zigaretten, aber auch Produkte wie E-Liquids insgesamt teurer für Konsumenten werden. Spätestens ab 2030 müssen diese wahrscheinlich im Schnitt rund 11,40 Euro für eine Packung mit 20 Zigaretten ausgeben. Zugleich steigt auch die Alkoholsteuer an. Das verteuert Sekt, Wodka und weitere Getränke.
Bereits in den vergangenen Jahren sind die Preise für Zigaretten kontinuierlich angestiegen. „Traurig und nervig, dass die es wieder anheben“, beschwert sich eine Instagram-Nutzerin. „Immer noch zu günstig“, schreibt eine andere Person hingegen. Sozialverbände sehen eine Gefahr der sozialen Benachteiligung, da Haushalte mit geringerem Einkommen laut Studien statistisch häufiger rauchen. Einige Experten schätzen zudem, dass der illegale Handel mit Nikotinprodukten zunehmen könnte, sobald die Steuer steigt. Ob die Raucherquote tatsächlich sinkt, zeigt die Zeit.
(Quellen: RND, Tagesspiegel, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














