Neue Umfrage zeigt: Deutsche sparen beim Restaurant-Besuch

Sehr viele Gäste sitzen in einer Gaststube – sie werden auf der Terrasse von den Kellnern bedient und erhalten Speisen und Getränke. Die Stimmung ist traditionell und urig.
Symbolbild © imago/allOver

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Deutschen in der derzeitigen angespannten Lage beim Restaurant-Besuch mitunter am meisten sparen. Es gibt jedoch auch andere Kategorien, in denen die Menschen nicht mehr so viel ausgeben wie zuvor.

Die anhaltende Inflation und die allgemeine Unsicherheit hinterlassen immer deutlichere Spuren im Alltag der Verbraucher. Viele Haushalte müssen ihre Budgets radikal umstrukturieren, was nun weitreichende Konsequenzen für verschiedene Wirtschaftszweige im Land nach sich zieht.

Bürger in Deutschland sparen: Ein Teufelskreis beginnt – und keine Änderung in Sicht

Auch in Deutschland ist die Lage für viele unsicher geworden. Zwar gibt es grundlegende Dinge, für die viele Bürger noch Geld ausgeben. Aber das unbeschwerte Leben, in dem man sich nach einem ausgiebigen Einkaufsbummel in einem Restaurant den Bauch vollschlägt, scheint vorbei zu sein. Neben dem Problem, dass die Menschen hierzulande lieber bei Online-Anbietern einkaufen, da die Preise deutlich unter denen vor Ort liegen, geben die Bürger allerdings allgemein nicht mehr so viel aus wie noch vor einigen Jahren.

Deutsche sparen beim Restaurant-Besuch – und bei anderen wesentlichen Dingen

In einer aktuellen Umfrage hat man die Deutschen gefragt, in welchen Kategorien sie am meisten sparen, in welchen sie immer noch viel ausgeben und wieso sie eigentlich sparen. Die Ergebnisse sind eindeutig: Unter 2.000 Befragten, die zwischen 18 und 64 Jahre alt waren, sparten 52 Prozent bei Kleidung und Accessoires sowie Restaurant-Besuchen. Dieser Prozentsatz lag in allen Kategorien am höchsten. Danach folgten mit 45 Prozent Ausgaben für Kino, Konzerte und Festivals. Auch Club- und Barbesuche wurden massiv eingeschränkt. 42 Prozent der Befragten reduzierten ihre Ausgaben für Hobbys. Auch bei der Elektronik sparen inzwischen 41 Prozent.

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Interessant sind auch die Gründe, aus denen Menschen sparen. Dabei lagen mit 41 Prozent Urlaube und Reisen sowie die Bildung von finanziellen Rücklagen vorn. Mit 37 Prozent folgte die Altersvorsorge. Inzwischen legen die Menschen auch vermehrt Wert auf Angebote, Sonderposten oder die Nutzung von Rabattcoupons. Immer weniger sind bereit, die Original-Preise zu zahlen. Diese Umfrage zeigt für Experten jedoch keine erstaunlichen Ergebnisse. Die Reiselust sei zwar noch vorhanden, aber angesichts der politischen Vorschläge sei es kein Wunder, dass die Menschen für Notzeiten und auch für die Altersvorsorge sparen.

(Quellen: dpa, Kantar, Idealo)