Neuer Möbelgigant eröffnet im Januar erste Filiale in Deutschland

Die Ansicht einer Filiale von IKEA von außen. Das Gebäude des schwedischen Möbelhauses ist typisch blau mit der großen gelben Schrift. Ein weiterer Möbelgigant eröffnet in Deutschland jetzt seine erste Filiale.
Symbolbild © istockphoto/Derick Hudson

Ein neuer Player betritt den Kampf um die deutschen Wohnzimmer. Denn ein neuer Möbelgigant wird seine erste deutsche Filiale eröffnen. IKEA dürfte das gar nicht schmecken.

Die Konkurrenz schläft nicht – und zieht jetzt direkt nebenan ein: Dieser Möbelgigant wagt den Sprung über die Grenze und eröffnet im Januar seine erste Filiale in Deutschland.

IKEA die Stirn bieten: Vom Mut und Anspruch des Newcomers

Die Pläne sind kühn: Mitten in einem angespannten Marktumfeld mit sinkender Konsumlaune wagt ein neuer Anbieter den Vorstoß ins Herz der deutschen Möbelbranche. Der dänische Möbelgigant Møbelkompagniet wird am 10. Januar seine erste Filiale in Deutschland eröffnen. Dafür hat man sich ausgerechnet die Hamburger Innenstadt ausgesucht. In Dänemark, wo das Unternehmen 2016 als reiner Online-Händler startete, hat man längst Fuß gefasst. Sechs eigene Geschäfte in Städten wie Aarhus und Kopenhagen zeugen vom Erfolg des Konzepts. Jetzt soll Hamburg zum Startpunkt der internationalen Expansion werden. Die Wahl fiel dabei bewusst auf die Hansestadt. Nicht nur wegen der geografischen Nähe zur dänischen Heimat, sondern auch wegen der vermeintlichen Affinität der Hamburger zu skandinavischem Design.

An der Ecke Kleiner Burstah und Willy-Brandt-Straße, nur einen Steinwurf vom Mahnmal St. Nikolai entfernt, eröffnet der neue Möbelgigant seine erste deutsche Filiale. Somit beziehen die Dänen die ehemaligen Geschäftsräume des traditionsreichen Möbelhauses „Scala Wohnen“. Auf etwa 350 Quadratmetern will Møbelkompagniet zeigen, was es kann. Das Sortiment konzentriert sich auf die wesentlichen Stücke für Wohn- und Schlafbereich: Sofas, Schlafsofas, Regale, Kommoden, Tische und Sessel, ergänzt durch ausgewählte Accessoires. Der Stil ist, wie zu erwarten, klar und funktional: viel Holz, dezente Stoffe, zurückhaltende Farben. Preislich bewegt sich das Unternehmen im mittleren Segment: Stühle gibt es ab etwa 70 Euro, Sofas starten bei 500 Euro.

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Noch ist alles unsicher: Der harte Kampf um die Kundengunst beginnt

Ob das Konzept in der hart umkämpften Hamburger Möbellandschaft aufgeht, ist die große Frage. Denn der Einzelhandel leidet, die Konkurrenz durch etablierte Player und Online-Riesen ist enorm. Der dänische Möbelgigant setzt mit seiner ersten Filiale in Deutschland bewusst auf ein physisches Erlebnis – auf berührbare Materialien und einladend inszenierte Wohnwelten, die der reine Online-Shop nicht bieten kann.

Es ist ein Wagnis. Doch sollte der Start in Hamburg gelingen, könnte dies nur der Anfang sein. Die Expansion des skandinavischen Newcomers in weitere deutsche Städte wäre dann nur eine Frage der Zeit. Für die etablierten Anbieter bedeutet die Ankunft des Dänen eine klare Botschaft: Der Kampf um die deutschen Wohnungen wird auch 2026 nicht leiser.

(Quellen: eigene Recherchen der KA-Insider-Redakteure)