Neues Pfand soll wohl kommen: Senf, Gurken und Soßen betroffen

Eine nicht zu erkennende Frau hält mit der rechten Hand ein Glas Gurken in die Kamera. Sie steht in einem Gang in einem Supermarkt oder Discounter, in dem sich Gemüse und Obst in Konserven und Gläsern befinden.
Symbolbild © istockphoto/LordHenriVoton

Den nächsten Vorstoß dazu gibt es bereits, sodass wohl bald ein neues Pfand auf weitere Verpackungen kommen soll. Damit wären neben Gurken und anderem Gemüse auch Senf und Soßen betroffen.

Bald soll ein neues Pfand für weitere Gefäße kommen. Neben den bereits bepfandeten Verpackungen würden weitere hinzukommen, die Millionen Haushalte nutzen und bei sich zuhause stehen haben.

Erweiterung des Pfandsystems: weniger Kosten und weniger Müll

Immer noch landet tonnenweise Plastik in der Natur und in den Meeren. Inzwischen gibt es viele Maßnahmen, um die Menge zu kontrollieren und die Verpackungen wieder zurück in den Kreislauf zu bringen. Beispielsweise müssen die Deckel von Getränkeflaschen fest mit dem Gebinde verbunden sein, damit diese nicht irgendwo in der Umwelt landen. Auch wenn die angebundenen Deckel (die sogenannten Thethered Caps) die Verbraucher zunehmend nerven, zeigen Erhebungen, dass diese Pflicht, die EU-weit seit Juli 2024 gilt, einen spürbaren Effekt erzielt hat. So gelangten deutlich weniger Deckel an die Strände und in die Meere der Erde. Mehrere Tonnen Plastik konnten zusätzlich recycelt werden, da die Deckel zurück mit den Flaschen dem Recycling-Prozess zugeführt werden. Nun soll das Pfandsystem jedoch eine Erweiterung erfahren, die nicht nur weniger Müll, sondern auch weniger Kosten verursachen soll.

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Neues Pfand soll kommen: Damit müssen die Kunden jetzt rechnen

Nun soll ein neues Pfandsystem kommen, sodass Kunden für weitere Verpackungen Pfand bezahlen und sie somit nach Gebrauch wieder ins System zurückgeben. Alnatura hat mit dem Pfandsystem für die Gläser durch das Start-up Dotch bereits gute Erfahrungen gemacht. Hier würden die Kunden aber noch nicht genügend Gläser wieder zurückbringen. Derzeit bezahlen die Kunden für die Joghurt-Gläser großer Hersteller Pfand und können diese unkompliziert wieder im Pfandautomaten abgeben.

Inzwischen haben sich 24 große Hersteller, darunter Kühne, Devely und Feinkost Dittmann, zusammengeschlossen, um das neue Pfand auch an die Kunden zubringen. Man will mit dem Start-up Dotch zusammenarbeiten. Experten rechnen damit, dass dieses Pfand die gleiche Akzeptanz in der Bevölkerung finden wird wie alle anderen Erweiterungen auch. Die Hersteller wollen auf diese Weise Kosten sparen, denn die Herstellung von neuem Glas sei durch den steigenden CO2-Preis sowie die höheren Lizenzkosten für die Entsorgung immer unattraktiver für die Unternehmen geworden. Kritiker sehen jedoch die Wiederverwendung von Glas nicht als unbedingt umweltfreundlich an. Denn Glas wird im Gegensatz zu Plastik unter dem Einsatz von fossilen Brennstoffen hergestellt.

(Quellen: Mittelbayerische Zeitung, ifeu-Institut, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)