Neues Pfand-System: Leere Shampoo-Flaschen bringen nun Geld

Die Hand einer Person, die eine Flasche in einen Leergutautomaten legt. Auf dem grauen Automaten steht "Leergut" in schwarzen Buchstaben. Neben dem Einwurfschacht befindet sich ein kleines Display.
Symbolbild © imago/Bihlmayerfotografie

Ein einzigartiges neues Pfandsystem startet nun in Deutschland, bei dem leere Shampoo-Flaschen den Kunden tatsächlich Geld einbringen. Schon jetzt wird diese Idee in den sozialen Medien gefeiert.

Mit einer neuen Idee startet eine Supermarktkette ein neues Pfandsystem. Die Kunden, die leere Shampoo-Flaschen zurückbringen, bekommen für diese jetzt Geld. Dabei handelt es sich zunächst um eine Testphase.

Erneute Innovation vom Supermarkt: Mit Kooperationspartner zu weniger Plastikmüll

In diesem Jahr überraschte die Supermarktkette bereits mit einer Erweiterung des bisher gängigen Pfandsystems. Während schon länger für Dosen und Pfandflaschen von Softdrinks, Mineralwasser und Co. Pfand erhoben wird und inzwischen auch auf Behältnisse von Milchprodukten, ging dies dem Supermarkt noch nicht weit genug. Er entdeckte eine Nische, die zwar zunächst gering im Vergleich zu den anderen Getränken erscheinen mag. Doch auch hier steckt Potenzial: In 200 Märkten ermöglicht es die Kette den Kunden, Weinflaschen wieder zurückzugeben und das Pfand ausgezahlt zu bekommen. Auch hierbei handelt es sich um eine Kooperation mit einem lokalen Produzenten. Und es ist ein Pilotprojekt, um zu prüfen, wie viele Flaschen tatsächlich zurückkommen. Nun hat Kaufland eine weitere Idee entwickelt.

Lesen Sie auch
Unglaublich: Gastronom verkauft Schnitzel für unter 12 Euro

Neues Pfandsystem: Das soll nun mit den leeren Shampoo-Flaschen geschehen

Mit einem neuen Pfandautomaten, in den die Kunden leere Kosmetik-Flaschen zurückgeben können, startet Kaufland in eine neue Testphase. Zusammen mit dem Unternehmen Reo will man die zurückgegebenen Flaschen reinigen und neu befüllen. Im Laufe der Testphase wollen die Beteiligten so auswerten, wie rentabel ein solches System wäre. In zehn Kaufland-Filialen kennzeichnen Angestellte die Marken, die bei dieser Aktion mitmachen. Dazu zählen Lavera, Logona, Kneipp und Sante.

Die Kunden bekommen pro Verpackung, die sie in den Pfandautomaten legen, 29 Cent wieder. Dafür bezahlen sie bei den Produkten jedoch keinen Aufschlag, den sie nur wiederbekommen. Der Hintergedanke: Pro Jahr werfen die Deutschen 120 Milliarden Kosmetik-Verpackungen weg. Recycling findet hier bislang jedoch kaum statt. Mit diesem Projekt will man testen, wie viele Kunden tatsächlich daran teilnehmen und wie wirtschaftlich ein solches Unterfangen wäre. In den sozialen Medien gibt es zwar Kritik an den Kosten, doch generell stößt die Idee auf sehr viel Zuspruch.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Angaben von Kaufland)