Noch teurer: Preiserhöhungs-Welle droht bei Friseuren ab 2026

Das Schaufenster eines Friseursalons. Auf dem Fenster ist eine Dame mit blonden Haaren und geschminktem Gesicht abgebildet. Der Friseur wirbt mit einem "Cut and go"-Angebot für Damen, das 19 Euro kostet.
Symbolbild © imago/imagebroker

Da sträuben sich vielen die Haare: Bei Friseuren droht jetzt eine weitere Preiserhöhung, die langfristig kaum zu vermeiden sein dürfte. So wird ein professioneller Haarschnitt künftig zum Privileg für all diejenigen, die sich den Luxus noch leisten können. 

Der Trend setzt sich unerbittlich fort. Wer einen Friseurbesuch genießen will, sollte sein Budget genau kalkulieren. Denn es drohen steigende Preise.

Kaum aufzuhalten: Bei Friseuren droht eine Preissteigerung

Ein frischer Haarschnitt gehört zu einem gepflegten Aussehen dazu, hängt jedoch immer mehr vom Geldbeutel ab. Das belegen die Entwicklungen der vergangenen Jahre. Denn die Preise für einen Friseurbesuch sind deutlich gestiegen. Für Waschen, Schneiden und Föhnen sind 35 bis 55 Euro keine Seltenheit mehr. Bis zu 30 Prozent mehr als noch vor wenigen Jahren werden mittlerweile zum Teil verlangt.

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks hat eine Erklärung dafür: Salons müssen tiefer als früher in die Tasche greifen, weil die Kosten insgesamt gestiegen sind, etwa für die Mitarbeiter. Und auch die Rechnungen für Betriebsmittel, Strom und Wasser müssen bezahlt werden. Nun könnte eine weitere Entwicklung die Situation verschärfen ‒ und den Besuch beim Friseur zum Leid der Kunden noch teurer machen.

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Was hinter der Preisentwicklung steckt

Trotz aufwendiger Arbeit zählt der Friseurberuf zu den am schlechtesten bezahlten Jobs. Während Auszubildende auf bessere Bedingungen nach der Lehre hoffen, können einige ausgelernten Fachkräfte bestätigen: Es wird nicht unbedingt besser ‒ zumindest aus finanzieller Sicht. Etwas mehr als der Mindestlohn bleibt Betroffenen nicht. Weil dieser zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro steigt, gibt es dennoch Grund zur Freude. Ab 2027 soll er vermutlich sogar bei 14,60 Euro liegen.

Der Anstieg hat jedoch eine Kehrseite. Eine Erhöhung von zehn Prozent beim Mindestlohn genügt, damit die Preise in der Friseurbranche ‒ teils fast um acht Prozent ‒ in die Höhe schießen. Das rechnet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Econ (DIW Econ) vor. Auch Stimmen aus der Branche untermauern die Befürchtung, dass Kunden künftig wohl mehr bezahlen müssen, zumal eine Anpassung der Personalkosten unumgänglich sei. Nicht nur für sozial bedürftige Menschen, etwa Rentner mit wenig Geld, wird der Haarschnitt so zum Luxus. Auch Studenten oder andere Menschen mit begrenztem Budget müssen sich künftig gut überlegen, ob sie sich einen Friseurbesuch gönnen ‒ oder lieber selbst zur Schere greifen.

(Quellen: Eigene Recherchen der ka-insider Redakteure)