„Noch viel teurer“: Deutsche Post führt erstmals Öko-Marken ein

Ein Briefumschlag mit einer Briefmarke. Auf dem Brief liegen mehrere Briefmarken mit unterschiedlichen Motiven. Außerdem befindet sich ein 10-Cent-Stück auf dem Umschlag. Alles liegt auf einem hellen Holztisch.
Symbolbild © imago/CHROMORANGE

Um einen Beitrag zum Ressourcen- und Umweltschutz zu leisten, führt die Deutsche Post erstmals Öko-Marken ein. Die Briefmarken hat das Unternehmen aus Altpapier hergestellt. Nun könnten Kunden jedoch Teuerungen befürchten. 

Vor wenigen Tagen hat die Deutsche Post erstmals eine Briefmarke präsentiert, die aus 100-prozentigem Recyclingpapier entworfen wurde. Allerdings haben sich zu Beginn des Jahres auch die Portogebühren erhöht. Jetzt dürften einige wohl mit weiteren Preiserhöhungen rechnen.

Aus Recyclingpapier: Deutsche Post führt zum ersten Mal Öko-Marken ein

Immer mehr deutsche Unternehmen setzen auf Nachhaltigkeit. Auch die Deutsche Post entwickelt Strategien, um Umwelt und Ressourcen zu schonen. Jetzt hat sie erstmals eine Briefmarke aus Altpapier auf den Markt gebracht und präsentiert damit eine echte Neuheit. So könne man neben Holz auch Strom und Wasser einsparen, erklärt das Unternehmen. Wer die Altpapier-Briefmarke erkennen will, wirft einen Blick auf die Jahreszahl: Neben der Zahl ist ein grünes Blatt aufgedruckt, während bei anderen Marken das Euro-Zeichen erkennbar ist.

Aufgepasst: So viel müssen Kunden für die neue Briefmarke zahlen

Zur Herstellung des Basismaterials der Dauermarke „Blumenbrief“ hat die Post mit dem Papierhersteller Tullis Russell zusammengearbeitet. Die Öko-Variante besteht aus 100-prozentigem Recyclingpapier und ist als nassklebende 95-Cent-Marke erhältlich. Fast 13 Tonnen Altpapier sollen bei der Herstellung der Marke verwendet worden sein. Zunächst sind 82,5 Millionen Stück erhältlich. Da die Deutsche Post nassklebende Briefmarken im kommenden Jahr generell auf Recyclingpapier umstellen will, dürfen Kunden schon bald mit weiteren Varianten rechnen. Insgesamt könne man so auch den CO₂-Ausstoß verringern.

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Wer auf der Suche nach einer selbstklebenden Version der Blumenbrief-Marke ist, wird zwar ebenfalls fündig. Allerdings kann die Deutsche Post sie bisher noch nicht aus recyceltem Papier anbieten. Teurer als andere Marken, die für den Standardbrief erhältlich sind, ist die Öko-Marke übrigens nicht. Dennoch dürften Verbraucher die Befürchtung haben, dass die Preise bald womöglich steigen, zumal auch die Portogebühren von 85 auf 95 Cent gestiegen sind. Laut Bundesnetzagentur werden sich die Kosten für Briefmarken der Post allerdings bis Ende 2026 nicht erhöhen. Demnach können Kunden vorerst mit gleichbleibenden Preisen rechnen.