„Nur mit Bargeld zahlen“: Restaurant sorgt für Aufregung mit Schild

Der Freisitz vor einem Restaurant ist fast vollständig besetzt. Viele Gäste genießen hier in Ruhe die Speisen und Getränke des Lokals, neben dem sich auch eine Bar befindet.
Symbolbild © imago/ Seeliger

Wieder einmal sorgt ein Restaurant mit einem Schild für große Aufregung bei den Menschen in den sozialen Medien. Denn der Gastrobetrieb will, dass die Kunden nur mit Bargeld zahlen. 

Immer wieder gibt es den einen oder anderen Gastronomiebetrieb, der für mächtig Ärger unter den Menschen in Deutschland verantwortlich ist. So auch jetzt wieder. Ein Restaurant sorgt mit einem angebrachten Schild an der Tür für ordentlich Aufregung und spaltet das Netz.

Nicht nur Bargeld – Bundesregierung will Pläne in der Gastronomiebranche durchsetzen

In den meisten Restaurants und Lokalen kann man inzwischen mit Karte zahlen. Und auch auf den Weihnachtsmärkten im letzten Jahr gab es an vielen Ständen die Möglichkeit, auf eine digitale Zahlmethode zurückzugreifen. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte bereits im letzten Jahr angekündigt, dass die Gastronomie auch eine weitere Zahlmethode außer Bargeld anbieten muss. So wolle man den Steuersündern besser auf die Spur kommen. Denn für jede digitale Bezahlung gibt es einen nachverfolgbaren Beleg, während Bargeld nicht mehr verfolgt werden kann, wenn es ein Betrieb nicht angibt. Im Gegenzug dazu soll die Mehrwertsteuer wieder von 19 auf sieben Prozent sinken – wie schon in der Corona-Zeit.

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Ein Nutzer postete das Bild eines Schildes in den sozialen Medien, auf dem ein Restaurant bekannt gibt, dass man nur mit Bargeld bezahlen kann. Danach folgt ein längerer Text, in dem der Betreiber diese Entscheidung begründet. Unter anderem kosten digitale Zahlmethoden den Gastronomie-Betreiber 2,5 Prozent Gebühren – und das bei jeder bargeldlosen Transaktion. Deshalb würden dem Inhaber nach seiner eigenen Rechnung am Ende nur mehr vier Euro übrig bleiben, während er beim Bargeld die volle Summe als Einnahme verbuchen könne.

Trotz – oder gerade wegen – dieser Rechnung laufen die User jedoch Sturm. Die einen vermuten, dass der Restaurantbesitzer nur weiter Steuern hinterziehen wolle. Ein anderer argumentiert, dass die Begründung des Gastronomen komplett blödsinnig sei, denn er müsse von den Einnahmen noch seine Miete, die Nebenkosten, die Angestellten, Sozialversicherungsbeiträge und vieles andere zahlen. Die Diskussionen zeigen, dass die Kunden sich nur ungerne vorschreiben lassen, wie sie bezahlen sollen. Doch trotz der vielen Kritik gibt es jedoch auch einige Unterstützer. Sie können die Argumente des Restaurantbetreibers vollkommen verstehen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Reddit)