Öko-test: Tomaten aus Supermarkt sind mit Pestiziden belastet

Ein Mann, der nicht zu erkennen ist und einen grünen Pullover trägt, hält in den Händen Strauchtomaten, die rot leuchten und reif sind.
Symbolbild © istockphoto/fcafotodigital

Die rote Paradiesfrucht gehört bei vielen Deutschen zum wöchentlichen Ernährungsplan. Nun kommt aber raus, dass Tomaten aus dem hiesigen Supermarkt mit potenziell gefährlichen Pestiziden verseucht sein sollen.

Die meisten Menschen essen gern Gemüse und die Tomate gehört dabei zu den beliebtesten Sorten. Im Supermarkt erhältliche Tomaten sind aber nun scheinbar mit Pestiziden verunreinigt, wie ein Test nun ergab.

Der unsichtbare Blick auf einen beliebten Snack

Snacktomaten haben sich in den vergangenen Jahren zu echten Stars im Gemüse-Regal entwickelt. Ob als schneller Happen im Büro, in der Brotdose oder als gesunde Alternative zu Knabbereien am Abend: Die kleinen roten Früchte gelten als unkompliziert und vielseitig. Besonders Dattel-, Kirsch- und Cocktailtomaten erfreuen sich großer Beliebtheit. Viele Verbraucher achten inzwischen nicht mehr nur auf Geschmack und Preis. Auch Herkunft, Anbauweise und mögliche Rückstände rücken stärker in den Fokus. Denn schließlich gehören Tomaten zu den Gemüsesorten, die besonders häufig auf dem Speiseplan stehen.

Dabei empfehlen Ernährungsexperten, wie wohl die meisten schon wissen, Tomaten regelmäßig als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Denn sie enthalten unter anderem Lycopin, einen natürlichen Pflanzenstoff, der für die rote Farbe verantwortlich ist. Studien beschäftigen sich seit Jahren mit dessen möglichen gesundheitlichen Vorteilen. Genau deshalb sorgt eine aktuelle Untersuchung für Aufmerksamkeit. Mehrere Produkte aus Supermärkten und Discountern mussten sich einer umfangreichen Laboranalyse stellen.

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Öko-Test findet deutliche Unterschiede bei Snacktomaten

Für die Untersuchung analysierte ein Labor insgesamt 26 verschiedene Snacktomaten-Produkte auf rund 600 mögliche Pestizid-Wirkstoffe. Das Ergebnis fiel überraschend eindeutig aus: Sämtliche 13 getesteten Bio-Produkte blieben frei von nachweisbaren Pestizidrückständen und erhielten die Bestnote. Bei zahlreichen konventionell angebauten Tomaten zeigte sich dagegen ein anderes Bild. Zwar schnitten einige Produkte ebenfalls hervorragend ab, doch in vielen Packungen fanden die Prüfer mehrere Rückstände gleichzeitig. In einzelnen Fällen tauchten sogar fünf verschiedene Pestizide parallel auf.

Besonders diese sogenannten Mehrfachrückstände beschäftigen Fachleute seit Jahren. Für einzelne Stoffe existieren gesetzliche Grenzwerte. Wie verschiedene Wirkstoffe jedoch gemeinsam wirken können, gilt bislang als deutlich weniger erforscht. Genau diesen Punkt bewerten Verbraucherschützer kritisch. Für den Einkauf bedeutet das nicht automatisch, dass konventionelle Tomaten gemieden werden müssen. Wer Rückstände möglichst reduzieren möchte, kann Tomaten vor dem Verzehr gründlich unter fließendem Wasser waschen. Der Test zeigt jedoch auch, dass Bio-Produkte bei diesem Vergleich besonders überzeugten und durchgehend sehr gute Ergebnisse erzielten.

(Quellen: Öko-Test, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)