Offiziell: Mehlwürmer sind ab sofort in Lebensmitteln zugelassen

Viele Mehlwürmer befinden sich auf einem Haufen und krabbeln durcheinander. Sie dürfen jetzt offiziell in verschiedenen Speisen als Zusatzmittel verwendet werden.
Symbolbild © imago/Zoonar

Nun ist es offiziell: Ab dem 10. Februar sind Mehlwürmer in Lebensmitteln zugelassen. Wovor sich die einen ekeln, sehen andere als einen großen Meilenstein in der Ernährung an.

Mit der Entscheidung, Mehlwürmer ab sofort in Lebensmitteln zuzulassen, hat die EU ein deutliches Zeichen gesetzt. Ab dem 10. Februar ist die Verwendung von Mehlwürmern in Lebensmitteln offiziell erlaubt. Dies löst bei den Verbrauchern gemischte Gefühle aus.

Klima- und Umweltschutz nimmt immer stärken Stellenwert ein: Neue Ideen auf dem Vormarsch

Klima- und Umweltschutz ist in aller Munde. Die Auswirkungen des Klimawandels zeigen sich in einem katastrophalen Ausmaß, sodass man sie nicht mehr ignorieren kann. Deshalb setzen sich immer mehr Menschen für den Schutz unserer Erde ein und entwickeln dementsprechend neue Dinge, um unseren Planet schützen zu können. Die großen Luftverschmutzer kennt jeder und wir alle müssen unseren Teil dazu beitragen, unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern. Ein großes Problem stellen Kühe, Rinder und Schweine dar, die nicht nur viel Wasser und Futter verbrauchen, sondern durch den Ausstoß von Methan einen erheblichen Teil zur Umweltverschmutzung beitragen.

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EU setzt neue Maßstäbe bei der Zulassung von Mehlwürmern

Eine Lösung für das Methan-Problem sind Insekten. Einige Hersteller haben daran gefeilt. Die Würmer haben einige Vorteile gegenüber dem Nutzvieh. Sie nehmen weniger Platz weg, benötigen weniger Futter und Wasser und sind reich an Proteinen und Mineralstoffen. Im Zuge der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes hat die EU nun die gelben Mehlwürmer in Lebensmitteln zugelassen. Damit können sie ab dem 10. Februar in Nahrungsmitteln wie Brot, Käse, Gebäck, Kuchen, Teigwaren, Kartoffelprodukten sowie Obst- und Gemüsekompotten vorkommen.

Allerdings müssen die Hersteller das Vorkommen der Mehlwürmer kennzeichnen. Entweder erscheinen diese dann in der Zutatenliste oder, wenn es keine gibt, direkt neben dem Produktnamen. So wissen die Verbraucher genau, in welchem Lebensmittel sie die Insekten zukünftig vorfinden. Allerdings gilt die Zulassung nur für ein Unternehmen: das französische Unternehmen Nutri’Earth. Sie ist allerdings bisher auf fünf Jahre begrenzt.