
Wer dieses Insekt im Garten zu Besuch hat, sollte keinesfalls zögern. Der Aufenthalt der tierischen Gäste hat einen besorgniserregenden Grund, weshalb Forscher nun auf Meldungen angewiesen sind. Das steckt wirklich hinter der ungewöhnlichen Entwicklung.
Es ist kein typisches „Wintertier“. Deshalb wirkt das Insekt kurz vor Weihnachten fast exotisch, wenn es im Garten umherschwirrt. Eine Beobachtung sollte gemeldet werden.
Spezielles Insekt im Garten gesichtet: Warum eine Meldung wichtig ist
Mit dem offiziellen Winterstart ist Deutschland einigen Tiergruppen als Aufenthaltsort zu kalt geworden, weshalb sie längst verschwunden sind. Auch diese fliegenden Insekten haben üblicherweise ein anderes Überwinterungsziel. Sie bevorzugen südeuropäische Länder und fliegen manchmal bis nach Nordafrika, um dem frostigen Mitteleuropa zu entkommen. Ganz so tief sinken die Temperaturen seit dem Fortschreiten des Klimawandels jedoch nicht mehr.
Die durchschnittlichen Wintertemperaturen liegen heute etwa zwei bis vier Grad über dem langjährigen Mittel. Aber nicht nur weiße Weihnachten sind seltener geworden. Dass die Erde sich erwärmt, hat spürbare Auswirkungen auf das Ökosystem. Wetterextreme und landwirtschaftliche Probleme sind keine Seltenheit mehr. Biologen und Forscher rufen deshalb regelmäßig dazu auf, auch auffällige Beobachtungen aus dem Tierreich zu melden, die Aufschluss über die Folgen des Klimawandels geben. Nun geht es um bestimmte Schmetterlingsarten, die die Aufmerksamkeit der Experten auf sich ziehen.
Details: Woran man das Tier erkennt
Das Aussehen des Admirals (Vanessa atalanta) ist vielen bekannt, denn es handelt sich hierzulande um eine häufige Art im Frühling und Sommer. Neben den auffälligen orangen Binden an den Flügeln sind die Flugorgane des Wanderfalters ansonsten schwarz und weisen weiße Flecken im vorderen Bereich auf. Eine Meldung erfolgt beim Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV). Gleiches gilt übrigens für das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum), bei dem Verwechslungsgefahr mit einem Kolibri besteht. Der graubraune Falter trägt ein Haarbüschel am Abdomen, trinkt Nektar mit einem Saugrüssel und zeigt ein auffällig dynamisches Flugverhalten. Beide Schmetterlingsarten überwintern immer häufiger in Deutschland und belegen, dass die frostige Jahreszeit insgesamt zunehmend milder wird.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














