Pflicht für Kunden: Erster Friseursalon führt völlig neue Regel ein

Ein Friseur wäscht die Haare seiner Kundin im Waschbecken. Er shampooniert die Haare behutsam ein, bevor er sie mit Wasser ausspült. Die Kundin scheint die Behandlung im Friseursalon sichtlich zu genießen.
Symbolbild © istockphoto/ oatawa

Ein Friseursalon hat jüngst eine neue Pflicht für Kunden eingeführt. Die Gründe dafür scheinen verständlich. Und doch gibt es wegen der neuen Regelung nun hitzige Diskussionen zwischen Friseuren und der Kundschaft.

Bei der Arbeit mit und an Menschen hat Hygiene oberste Priorität – so auch im Friseursalon. Während die Haarkünstler darauf bedacht sind, scheinen manche Kunden nicht allzu viel Wert auf Sauberkeit zu legen. Deshalb greift ein Salon jetzt durch.

Pflicht: Friseursalon führt neue Regel ein

Für die einen ist es klar, für andere stellt sich vor einem Besuch beim Friseur die Frage: Haare waschen oder nicht? Schließlich kann das ja dann auch der Profi im Salon machen. Grundsätzlich ist das nicht falsch. Doch sind Friseure schon seit Längerem nicht mehr dazu verpflichtet, die Haare vor dem Schneiden zu waschen. Schließlich lässt man sich auch nicht erst beim Zahnarzt die Zähne putzen. Ein sauberer Kopf ist daher zumindest ratsam, da man sonst Gefahr läuft, dass der Friseur seinen Dienst verweigert.

So ergeht es nämlich der Kundschaft in einem österreichischen Friseursalon. Dort werden Kunden, deren Haarwäsche länger als 24 Stunden zurückliegt, wieder weggeschickt. Alternativ haben sie die Möglichkeit, die Haare im Salon waschen zu lassen. Das kostet allerdings extra. Dies macht die Salonbetreiberin schon am Eingang mit einem Schild unmissverständlich klar. Als Grund für die neue Pflicht gibt die Inhaberin an, dass es nicht selten vorkomme, dass Kunden bedient werden wollen, die ihre Haare zwei Wochen oder länger nicht gewaschen haben. Selbstredend könne sie das weder sich selbst noch ihren Mitarbeitern zumuten.

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Neue Pflicht für Kunden sorgt für Diskussionen

Die meisten Menschen in den sozialen Netzwerken haben Verständnis für die Waschpflicht. Es gehöre sich einfach, die Haare im Vorfeld zu waschen – insbesondere dann, wenn man dies nicht beim Friseurbesuch wünsche. Dann gibt es jedoch auch jene, die die neue Regelung lächerlich machen. Wie etwa, dass Mann sich rasiert, bevor er zum Barbier geht. Andere regen sich darüber auf, dass sie sich nicht vorschreiben lassen wollen, wann und wie oft sie Haare waschen. Eine kleine Ausnahme scheint tatsächlich das Färben der Haare zu bilden. Steht dies auf dem Plan, sollte die letzte Haarwäsche etwa 48 Stunden zurückliegen. Der Grund ist die natürliche Schutzbarriere der Kopfhaut gegen die aggressive Chemie der Haarfarbe. Wird diese im Vorfeld „weggewaschen“, kann es unter Umständen zu starken Reizungen kommen.