
Aufgrund der stetig steigenden Konflikte rund um den Erdball scheinen Katastrophenszenarien gar nicht mehr so unwahrscheinlich. Deshalb warnen einige Politiker nun auch davor, dass Deutschlands Lebensmittelreserven einfach nicht reichen.
Einen dringenden Bedarf zur Aufstockung sehen einige Politiker, denn nach deren Einschätzung reichen Deutschlands Lebensmittelreserven nicht aus. Man müsse dringend etwas ändern, auch an der Art der Vorräte.
Für den Notfall vorsorgen: Bürger sollen sich Vorräte anlegen
Die Vergangenheit hat immer wieder gezeigt, dass es schneller zu einer Katastrophe kommen kann, als viele denken. Auch wenn Deutschland als sehr sicheres Land gilt, kann hier ein tiefer Einschnitt ins alltägliche Leben plötzlich real werden und viele Menschen in echte Not stürzen. Dies hat in einem gewissen Maße die Corona-Krise gezeigt. In dieser durfte man jedoch noch in den Lebensmittelläden einkaufen gehen. Wenn es sein musste, sogar jeden Tag. Doch was tun wir, wenn dies schlichtweg nicht mehr möglich ist?
Für diesen Fall raten Experten und auch der deutsche Staat dazu, dass man sich für alle Fälle einen Vorrat anlegen sollte. Eine eigens von Fachleuten erstellte Checkliste gibt einen Anhaltspunkt darüber, was im Notfall alles im Haus sein sollte. Dazu gehören vor allen Dingen ein ausreichender Vorrat an Wasser sowie an lange haltbaren Produkten wie Gemüse- und Obstkonserven sowie Fertiggerichten in Konserven. Alles, was mehrere Jahre haltbar ist, eignet sich für die Vorratshaltung.
Deutschlands Lebensmittelreserven reichen im Notfall nicht
Abgesehen von den eigenen Reserven, die jeder Bürger vorrätig haben sollte, hat auch Deutschland einen Lebensmittelvorrat. Dieser soll in einem Katastrophenfall sicherstellen, dass jeder Mensch wenigstens eine warme Mahlzeit am Tag erhält. Doch laut Politikern und anderen Experten gibt es mit Deutschlands Lebensmittelreserven ein großes Problem: Sie reichen schlichtweg nicht aus. Derzeit bestehen sie vor allen Dingen aus Getreide wie Weizen, Roggen und Hafer.
Das Problem ist jedoch, dass diese Vorräte zunächst noch zu fertigen Lebensmitteln verarbeitet werden müssen. Zudem befinden sie sich an 150 zentralen Standorten, eine Katastrophe für den Ernstfall, da die Lebensmittel zunächst noch transportiert werden müssen. Deshalb schlägt man nun vor, die Reserven mit Lebensmitteln aufzustocken, die zur Not sofort verzehrfertig wären.
Zum anderen sollen die Lebensmittelreserven über ganz Deutschland besser verteilt werden. Experten schlagen vor, die Lagerung bei den Herstellern und Händlern vorzunehmen. Diese kontrollieren die Bestände regelmäßig und bringen sie vor dem Ablaufdatum in den normalen Verkauf. Einmalig rechnet die Bundesregierung mit Kosten von 30 Millionen Euro. Danach sollen jährlich 70 bis 80 Millionen notwendig sein, um die Reserven und die Logistik aufrechterhalten zu können.
(Quellen: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Bundesregierung, dpa)














