
Noch nie war die Wut der Bürger auf die Post so groß, denn in Deutschland erreichte die Anzahl der Beschwerden einen Rekord. Während sich die Post noch rechtfertigt, fordern Experten unverzügliches Handeln.
Nach den neuesten Auswertungen erreicht die Anzahl der Beschwerden in Deutschland einen Rekord. Denn noch nie haben sich so viele Menschen über die Post und andere Dienstleister aufgeregt wie im vergangenen Jahr.
Kunden sind wütend: Post rechtfertigt sich
Wohl viele Bürger haben es im letzten Jahr miterlebt, dass wichtige Briefe nicht zugestellt wurden, Pakete verspätet ankamen oder komplett beschädigt waren. Auf der Webseite der Post und DHL gingen so viele Beschwerden wie noch nie ein. Denn die Menschen haben die Nase voll und haben gemeldet, was bei ihnen für Wut sorgte. Anhand der Kommentare zu dieser Meldung ist zu sehen, dass viele Bürger verärgert sind und es sich nicht nur um Einzelfälle handelt.
Die Post hingegen verteidigt sich. So sei die Anzahl der Beschwerden im Vergleich zum jährlichen Auftragsvolumen sehr gering. Zudem liege kein strukturelles Problem vor, sondern es handle sich um Einzelfälle. Und auch gehäufte Beschwerden zu fehlgeleiteten Briefen sei das Problem eines Subunternehmens gewesen, jedoch nicht das eigene. Außerdem müsse man sich strukturell verändern und sich auf die zunehmend digitalisierte Gesellschaft ausrichten. Während sich die Post also noch rechtfertigt, gehen die Bürger auf die Barrikaden.
Rekord bei Beschwerden in Deutschland: „Post muss sofort handeln“
Mit 55.395 Beschwerden im Jahr 2025 toppt die Anzahl noch einmal die Quote aus dem Jahr davor. Um ein Viertel hat die Zahl zugenommen. Die Post argumentiert, dass dies im Vergleich zu einem Volumen von 9,4 Milliarden Briefen und 4,5 Milliarden Paketen ein relativ geringer Anteil sei. Zudem wäre das Meldeverfahren einfacher geworden, da Kunden den Grund für die Beschwerde nicht mehr selbst formulieren müssen, sondern im Multiple-Choice-Verfahren einfach eine Antwort wählen könnten.
Während sich die Post also verteidigt, fordern Experten, dass die Post endlich ihrer Aufgabe nachkommen müsse. Die steigende Anzahl der Beschwerden zeige, dass es ein generelles Problem gebe, dem man sich annehmen müsse. Zudem solle sich die Post wieder mehr auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Fachleute nehmen außerdem an, dass sich viele Menschen aufgrund eines verspäteten Briefes nicht beschweren, sondern einfach nur ärgern.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Bundesnetzagentur, Deutsche Post)














