Preis-Schlacht: Aldi und Lidl senken Preise für beliebtes Getränk

Vor einer Filiale des Discounters Lidl stehen mehrere Autos auf dem Parkplatz. Ein Schild des Konkurrenten Aldi Süd weist darauf hin, dass dort ebenfalls eine Filiale des Händlers steht.
Symbolbild © istockphoto/JFsPic

Es passiert erneut: Die Discounter-Riesen Aldi und Lidl liefern sich derzeit eine echte Preisschlacht. Betroffen ist das wohl beliebteste Getränk der Deutschen. Wer nun bares Geld sparen will, sollte Folgendes wissen.

Auf diesen Preissturz haben viele gewartet. Nun ist er da ‒ und Kunden erleben ihn sowohl bei Aldi als auch beim Konkurrenten Lidl.

Sie tun es schon wieder: Aldi und Lidl konkurrieren um besten Preis

Nach vielen Jahren der stabilen Entwicklung schossen die Preise für das Lieblingsgetränk der Deutschen ab 2021 deutlich in die Höhe. Einige Fachleute prognostizieren weitere Teuerungen bei den Verbraucherpreisen. Missernten in den großen Anbaugebieten und hohe Energiekosten werden als Auslöser genannt. Der Artikel ist in Supermärkten so begehrt, dass sich einige Händler gar für eine Diebstahlsicherung entscheiden.

Gleichzeitig steigt der Konsum weltweit. Vor allem in Schwellenländern wächst der Durst auf das Produkt stetig an, was das Angebot auf dem Weltmarkt weiter verknappt. Wer seinen täglichen Becher genießen will, muss inzwischen also mehr bezahlen. Doch pünktlich zum Frühjahr ändert sich die Lage in den Regalen: Die Discounter haben ihre Preise für das Heißgetränk gesenkt.

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Wie viel Kunden ab sofort sparen können

Den Anfang machte Aldi mit einer dauerhaften Reduzierung der Eigenmarke Barissimo. Lidl folgte sofort und passte die Preise für Bellarom-Produkte ebenfalls an. Wer im Regal zu den Ein-Kilogramm-Beuteln mit Espresso oder Caffè Crema greift, zahlt ab sofort bis zu 1,50 Euro weniger pro Packung. Dieser Schritt folgt einer wirtschaftlichen Logik. Die Discounter betreiben eigene Röstereien. Sie sind dadurch weniger von Zwischenhändlern abhängig.

Da die Prognosen für die weltweite Kaffeeernte derzeit gut aussehen, fallen die Einkaufspreise an den Börsen. Diesen Spielraum nutzen die Händler nun im Wettbewerb. Auch der klassische Filterkaffee in der 500-Gramm-Packung wurde im Preis reduziert. Damit steigt der Preisdruck auf die bekannten Markenhersteller. Ob und wie diese reagieren, dürfte sich wohl demnächst zeigen. Klar ist allerdings auch, dass die Klimakrise die Erträge von Kaffee, Kakao, Orangen und Co. weiterhin gefährdet ‒ und damit schwanken auch die Preise.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Aldi, Lidl)